Schwäbische Zeitung: Rassisten gemeinsam bekämpfen - Kommentar zum Hass in Sozialen Netzwerken
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Kommunikation zwischen den Menschen hat unterm Strich zu- und nicht
abgenommen, seit es Facebook gibt. Und mit alten Freunden in Kontakt
zu bleiben, war noch nie so einfach. Doch es gibt Schattenseiten, wie
etwa die rechtsradikale Hetze. Facebook wird derzeit überschwemmt von
ausländerfeindlichen Postings. Das reicht von dumpfen Nazi-Sprüchen
bis zur Aufforderung zur Gewalt.
Klar ist, dass die Meinungsfreiheit in diesem Land so weit wie
möglich ausgelegt werden muss - in vielen Fällen sogar weiter als es
bislang geschieht. Denn sie ist die Grundlage einer freiheitlichen
Gesellschaft. Klar ist aber auch, dass Beleidigungen, Hetze und
Aufrufe zu Straftaten nicht unter die Meinungsfreiheit fallen,
sondern ein Fall für den Staatsanwalt sind.
Facebook selbst hat es nicht leicht, in dem ganzen Wust an
Mitteilungen mal hier, mal da als Zensor aufzutreten. Da bewegt sich
die Firma auf dünnem Eis, und ein soziales Netzwerk lebt von der
maximal freien Meinungsäußerung.
Aber wo, wenn nicht in sozialen Netzwerken, kann es gelingen, den
Rassisten gemeinschaftlich entgegenzutreten. Beiträge melden,
konsequentes "Entfreunden" und klare Kante gegen rechtsradikale
Sprüche - nur so können die sozialen Netzwerke wieder der wunderbare
Treffpunkt werden, der sie eigentlich sind.
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Schwäbische Zeitung
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Datum: 27.08.2015 - 18:57 Uhr
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