Die 'Mörderischen Schwestern' haben ihr Arbeitsstipendium 2015 an Marlen Schachinger verg

Die 'Mörderischen Schwestern' haben ihr Arbeitsstipendium 2015 an Marlen Schachinger vergeben

ID: 1257265

Die Autorin Marlen Schachinger konnte sich bei der Bewerbung um das jährlich ausgeschriebene Arbeitsstipendium der "Mörderischen Schwestern" gegenüber 71 Konkurrentinnen durchsetzen.




(firmenpresse) - Tutzing 02.09.2015. Die Mörderischen Schwestern ev. (Verein deutschsprachiger Krimibuchautorinnen) haben für das diesjährige Arbeitsstipendiums Marlen Schachinger mit ihrem Projekt „Die Andere“ ausgewählt, die sich damit gegen 71 Konkurrentinnen durchsetzen konnte.

Das Arbeitsstipendium wurde 2014 erstmals vergeben und wird seitdem einmal jährlich für einen Kriminalroman oder für eine Sammlung eigener Kriminalstorys vergeben. Auf dieses Stipendium können sich alle Autorinnen bewerben, die in deutscher Sprache schreiben. Eingereicht werden muss ein Exposé und eine Leseprobe. Auf weitere Beschränkungen, insbesondere in Bezug auf das Alter, wird bewusst verzichtet. Nicht einmal eine Mitgliedschaft bei den Mörderischen Schwestern ist erforderlich. Damit haben die „Mörderischen Schwestern“ ihr Stipendium auch für solche Autorinnen geöffnet, die sich aufgrund etlicher Begrenzungen auf andere Stipendien gar nicht erst bewerben können und ein Zeichen gesetzt: Was zählt ist allein die Krimi-Schreib-Qualität. Der Leser wird es ihnen danken.

Marlen Schachinger ist 1970 in Oberösterreich geboren, hat Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert und über die Lehr- und Lernbarkeit literarischen Schreibens promoviert. Seit 2012 unterrichtet sie als Co-Leiterin des Instituts für Narrative Kunst in literarischem Schreiben und Literaturrezeption.
Für ihre seit 2000 veröffentlichten Romane, Erzählungen, Biographien und Sachbücher wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

In ihrem jetzt geförderte Romanprojekt hat die Autorin das Konfliktpotential zwischen unterschiedlichen Lebensentwürfen zum Thema gemacht. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das in den Endvierzigern das hektische Stadtleben gegen ein idyllisches Leben auf dem Land eintauschen möchte. Diese Absicht scheint auch die ebenfalls neuzugezogene Nachbarin zu sein. Doch diese scharfen Konturen zwischen Stadt und Land verwischen im Laufe der Erzählung ebenso wie die zwischen Sein und Schein und zwischen Gut und Böse. Eine eindeutige Zuordnung wird zunehmend unmöglich.


Die Jury, die aus 5 „Mörderischen Schwestern“ bestand, begründete den Zuschlag für Marlen Schachinger zum einen mit dem Sprachfluss des eingereichten Textes, der durch immer neue Fenster den Reichtum der Welt durchschimmern lässt und zum anderen mit dem Rhythmus der langen Sätze, die ein sanftes Dahingleiten vorgaukeln, während „der Zug bereits mit 300 Stundenkilometern durch einen Tunnel rast“.
Diese sprachliche Spannung überträgt sich auf die Handlung: Ganz allmählich wird die Doppelnatur des Handlungsbodens erkennbar, unter dem tiefe Abgründe erahnt werden können. Zarte Vorzeichen verkünden Dunkles, zwischenmenschliche Routinen spielen sich auf zunehmend wackligen Boden ab. Auf leisen Pfoten kommt ein Grauen.
Diesem magischen Sog, den die eingereichte Leseprobe versprühte, konnte sich die Jury nicht entziehen, wie die Präsidentin der Mörderischen Schwestern, Janet Clark erklärt. Nun erhoffen sich alle „dass dieser poetische, melancholische, gleichzeitig auch beunruhigende Psychothriller auf demselben Niveau vollendet wird.“ (Rosemarie Benke-Bursian - RBB)Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Rosemarie Benke-Bursian ist promovierte Diplom-Biologin und seit vielen Jahren als freiberufliche (Wissenschafts)Journalistin und Autorin tätig. 
Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften, Büchern und auf Online-Portalen hält sie Lesungen und leitet Schreibworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene



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Datum: 02.09.2015 - 18:50 Uhr
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