KfW hilft bei der Stabilisierung des ukrainischen Bankensystems
ID: 1257371
- 200 Mio. EUR zur Stärkung des Einlagensicherungsfonds
- Schutz der Einlagen von Kleinsparern
- Stärkung des Anlegervertrauens in den lokalen, sehr geschwächten
Bankensektor
Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat die von
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im vergangenen Jahr zugesagte
Unterstützung der Ukraine mit der Unterzeichnung eines Förderkredites
in Höhe von 200 Mio. EUR zur Stabilisierung des ukrainischen
Einlagensicherungsfonds besiegelt. Der Kreditvertrag wurde heute
durch die ukrainische Finanzministerin Natalie Jaresko und der KfW
unterzeichnet. Diese finanzielle Unterstützung wappnet den Fonds für
die Entschädigung von Kleinsparern, die ihr Erspartes bei
mittlerweile insolventen ukrainischen Banken angelegt haben.
Die akute Schwäche des ukrainischen Bankensystems geht mit
zahlreichen Bankinsolvenzen einher. Auslöser dieser Entwicklung ist
die starke wirtschaftliche Rezession, die damit verbundenen
Kreditausfälle sowie die hohen Einlagenabflüsse der Banken seit
Beginn der politischen Krise. Mit der KfW-Finanzierung wird das durch
die Bankenkrise gefährdete Vermögen der ärmeren und mittleren
Bevölkerungsschichten gesichert.
"Der Kredit für den ukrainischen Einlagensicherungsfonds soll das
Vertrauen der ukrainischen Sparer in das lokale Bankensystem wieder
stärken. Er unterstützt damit maßgeblich die Stabilität des
ukrainischen Finanzsystems", sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied
des Vorstands der KfW Bankengruppe.
Die Bundesregierung übernimmt die Garantie für diesen Kredit. Die
deutsche Unterstützung zur Stabilisierung des Finanzsektors erfolgt
in enger Abstimmung mit der Weltbank und deren 'Financial Sector
Development Policy Loan'-Programms.
Die KfW ist eine der führenden und erfahrensten Förderbanken der
Welt. 1948 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, gehört die
KfW zu 80 % dem Bund und zu 20 % den Ländern.
Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank führt im Auftrag der
Bundesregierung die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) mit
Entwicklungsländern durch. Der Ukraine wurden von 2002 bis 2014 rund
270 Mio. EUR (193 Mio. EUR Haushaltsmittel, rund 76 Mio. EUR
KfW-Eigenmittel) für Vorhaben der Finanzsystementwicklung, der
Stromversorgung, der städtischen Trinkwasserversorgung und
Abwasserentsorgung, der sozialen Infrastruktur in Kommunen sowie den
Naturschutz zugesagt.
Weitere Informationen zum Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank
finden Sie unter www.kfw-entwicklungsbank.de.
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Dr. Charis Pöthig,
Tel. +49 (0)69 7431 4683, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de
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Datum: 03.09.2015 - 09:00 Uhr
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