Deutsches Chemiegeschäft wächst in kleinen Schritten / Bericht des VCI zur wirtschaftlichen Lage der Branche im 2. Quartal 2015
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ihren Wachstumskurs im zweiten Quartal 2015 moderat fortgesetzt. Das
geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der
Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Demnach stieg die
Chemieproduktion im Vergleich zum Vorquartal dank des starken
Pharmageschäfts erneut. Die Preise für Chemikalien stabilisierten
sich. Der Umsatz der Branche konnte durch das Auslandsgeschäft
insgesamt zulegen. Besonders positiv entwickelte sich der Handel mit
Kunden in Übersee - vor allem die Ausfuhren in die USA legten kräftig
zu. Die Exporte profitierten vom günstigen Verhältnis zwischen Euro
und Dollar. Auch auf dem wichtigsten Exportmarkt Europa wurden die
Verkäufe ausgeweitet.
VCI-Präsident Marijn Dekkers erklärte zur konjunkturellen
Entwicklung der Branche: "Der Aufwärtstrend wird aktuell vom
Pharmageschäft getragen. Insgesamt erwarten wir für die zweite
Jahreshälfte ein leichtes Wachstum. Der schwache Euro begünstigt das
Auslandsgeschäft. Rückenwind erhält das Chemiegeschäft auch durch die
niedrigen Ölpreise. Gleichzeitig lässt jedoch die Wirtschaftsdynamik
im weltgrößten Chemiemarkt China nach."
Prognose
Für 2015 rechnet der VCI unverändert mit einem Anstieg der
Chemieproduktion um 1,5 Prozent. Während die Chemikalienpreise um 2,5
Prozent sinken werden, steigt der Branchenumsatz voraussichtlich um 1
Prozent auf 192,7 Milliarden Euro.
Produktion
Die Chemieproduktion ist im zweiten Quartal 2015 um 1,6 Prozent im
Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt
der Zuwachs sogar 3,4 Prozent. Die Kapazitäten der Chemiebranche
waren mit 83,5 Prozent ausgelastet.
Erzeugerpreise
Das erste Mal seit drei Quartalen stiegen die Preise für
Chemieprodukte von April bis Juni wieder. Sie verteuerten sich um 0,9
Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr waren sie
aber immer noch 2,6 Prozent günstiger.
Umsatz
Nach einem Minus zum Jahresanfang konnte der Branchenumsatz im
zweiten Quartal wieder zulegen. Die Erlöse der Chemieunternehmen
stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent und im Vergleich
zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Treiber dieser Entwicklung war das starke
Auslandsgeschäft.
Beschäftigung
Die Zahl der Arbeitsplätze in der chemisch-pharmazeutischen
Industrie ist im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorquartal
konstant geblieben. Die Branche beschäftigt damit aktuell 447.000
Mitarbeiter.
Service
Den vollständigen VCI-Quartalsbericht 2/2015 finden Sie unter
www.vci.de im Pressebereich zum Download.
Über den Verband der Chemischen Industrie (VCI)
Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr
als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen
Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik,
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Die Branche setzte 2014 über 190 Milliarden Euro um und beschäftigte
rund 444.800 Mitarbeiter
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Datum: 09.09.2015 - 10:15 Uhr
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