Kostensenken durch Insourcing der Heizkostenabrechnung - eine reale Option fü die Wohnungswirtschaft
Der Markt der Messdienst- und Abrechnungsunternehmen sieht sich derzeit einer Sektoruntersuchung durch das Kartellamt ausgesetzt. Auf den Plan gerufen haben das Amt die oligopolartigen Marktstrukturen, die atypische Vertragskonstellation (der Vermieter bestellt, der Mieter bezahlt) und vor allem die anhaltend hohen Gewinne der Abrechnungsfirmen. Grund genug für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft, sich nochmal intensiv mit dem Thema der Selbstabrechnug zu beschäftigen.
Auf den Plan gerufen haben das Kartellamt die oligopolartigen Markstrukturen, die atypische Vertragskonstellation (der Vermieter bestellt, der Mieter bezahlt) und vor allem die anhaltend hohen Gewinne der Abrechnungsfirmen. Gerade diese sollten für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft Anlass genug sein, sich nochmal intensiv mit dem Thema Selbstabrechnung zu beschäftigen. Müssen sie doch alle den Spagat bewältigen, auf der einen Seite der politischen Forderung nach bezahlbarem Wohnraum und auf der anderen den Ansprüchen der Eigentümer an ihre Profitabilität zu genügen. Die Senkung der Nebenkosten und der eigenen Verwaltungskosten sind dazu zwei der wenigen zur Verfügung stehenden Mittel. Und hier wird sozusagen ein erhebliches Potential auf dem Silbertablett serviert.
Die Marktführer ista und Techem berichten regelmäßig von EBITDA-Margen von 35 – 40%, teilweise sogar noch darüber. Diese an sich schon sehr hohen Margen sind nicht nur das Ergebnis der hochprofitablen deutschen Heiz- und Wasserkostenabrechnung, sondern vielmehr das Resultat aller Produkte und aller internationalen Tochtergesellschaften, also auch der jeweils weniger erfolgreichen. Und sie beinhalten außerdem eine Reihe von Kosten wie z.B. die Vertriebskosten, die beim Selbermachen gar nicht erst anfallen. Berücksichtigt man diese Effekte, liegt der operative Gewinn der Heiz- und Wasserkostenabrechnung in Deutschland ganz erheblich höher als die eingangs genannten Margen. Das bedeutet, dass ein erhebliches Einsparpotential selbst dann besteht, wenn die Selbstabrechnung nicht ganz so effizient erfolgt wie die Abrechnung durch die Spezialisten.
Wege zur Selbstabrechnung
Wie weit der Weg zur Selbstabrechnung ist, hängt im wesentlichen von 2 Kriterien ab.
Das erste ist der Grad des Insourcings: bei der vollständigen Selbstabrechnung übernimmt das Wohnungsunternehmen das komplette Leistungsspektrum in Eigenregie, von der Ausstattung mit Messgeräten über die Ablesung bis hin zur eigentlichen Abrechnung, bei der teilweisen Selbstabrechnung überlässt es Ausstattung und Ablesung weiterhin den Messdiensten und beschränkt es sich auf die Abrechnung. Man spricht dann auch von "Selbstabrechnung auf der Basis plausibilisierter Ablesewerte".
Als zweites spielt die Ausgangssituation des Wohnungsunternehmens in Bezug auf das eingesetzte ERP-System eine wesentliche Rolle: Verfügt das eingesetzte System bereits über die volle Abrechnungsfunktionalität, ist es oft nur ein kleiner Schritt, muss dagegen erst ein autonomes Abrechnungssystem ausgewählt und implementiert werden, ist der Aufwand entsprechend größer.
Detaillierte Informationen und Empfehlungen über die Wege zur Selbstabrechnung finden sie im aktuellen Newsletter des PPR-Instituts. Hier erfahren sie auch, warum gerade wir uns mit dem Thema beschäftigen und welche Unterstützungsleistungen wir im Falle eines konkreten Projekts bieten können.
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Datum: 10.09.2015 - 19:48 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Energie & Umwelt
Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 11.09.2015
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Und dabei geht es längst nicht mehr nur um die sogenannte „Selbstabrechnung auf Basis plausibilisierter Ablesewerte", bei der die Messdienstunternehmen weiterhin für die Geräteausstattung und die Ablesung verantwortlich sind. Vielmehr setzten viele Wohnungsunternehmen inzwischen auf einen
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