Mit Gemüse und Blutegeln gegen Arthrose (FOTO)
ID: 1265418

(ots) -
Magazin Reader's Digest beschreibt, wie Sie dem Gelenkverschleiß
vorbeugen und wirksame Schmerzlinderung finden
Rund 15 Millionen Menschen in Deutschland und Österreich leiden an
Arthrose. Meist schmerzen Hüfte und Knie, aber auch Finger und
Fußgelenke, Wirbelsäule, Schulter oder Ellenbogen. Das Magazin
Reader's Digest widmet sich in seiner Oktober-Ausgabe ausführlich dem
Thema und zeigt Risikofaktoren sowie Schmerztherapien auf. "Typisch
ist, dass die Gelenke nach einer Ruhephase, wenn man wieder loslaufen
möchte, wehtun, beispielsweise morgens beim Aufstehen", sagt
Professor Carsten Perka, Ärztlicher Direktor am Berliner
Charité-Zentrum für Muskuloskeletale Erkrankungen und Leiter der
Klinik für Orthopädie.
Arthrose ist Gelenkverschleiß, bei dem der Knorpel im Gelenk
zerstört wird. Betroffen sind rund zwei Drittel der über 65-Jährigen,
jedoch auch immer mehr jüngere Menschen. Zwar sind die Ursachen für
die Erkrankung nicht völlig geklärt, aber laut Professor Frank
Buttgereit, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik mit
Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Berliner
Charité, gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Gelenkknorpel vor
allem durch zu starke Belastung, Fehlstellungen oder Verletzungen
immer dünner und damit weniger elastisch wird. Als Risikofaktoren
gelten zudem erbliche Vorbelastungen und Übergewicht.
Wer Arthrose vorbeugen will, sollte sich viel bewegen. "Sport aus
wiederholenden Bewegungen ohne hohe Belastung, vor allem Gymnastik
mit Dehnung, kann das Fortschreiten von Arthrose verlangsamen",
betont Professor Perka in der neuen Ausgabe des Magazins Reader's
Digest. Es sei deshalb sinnvoll, sich von einem Physiotherapeuten ein
individuelles Bewegungsprogramm zusammenstellen zu lassen und dieses
regelmäßig zu absolvieren. Wichtig ist es aber, nicht über die
Schmerzgrenze hinauszugehen und Sportarten mit abrupten Änderungen
der Bewegungsrichtung wie Tennis oder Fußball zu vermeiden.
Stattdessen sei es ratsam, mit Radfahren, Nordic Walking,
Kraulschwimmen, gezielte Yoga-Übungen und Tai Chi die Muskeln zu
kräftigen.
Wer dennoch unter starken, anhaltenden Schmerzen leidet, sollte zu
Wirkstoffen wie Ibuprofen und Diclofenac greifen, allerdings nicht
länger als drei Monate. Wer dann noch immer keine Besserung spürt,
muss sich einen Arzttermin geben lassen, weil die Medikamente leicht
Nebenwirkungen "vor allem im Magen und Darm verursachen", wie
Professor Perka warnt. Wenn die Medikamente nicht mehr helfen, bleibt
als letzte Option eine Operation, bei der das zerstörte Gelenk durch
ein künstliches ersetzt wird.
Alternative Methoden, zum Beispiel eine Behandlung per Akupunktur
oder mit Mitteln der Naturheilkunde, können ebenfalls Linderung
verschaffen. "Wir setzen bei vielen Patienten zum Beispiel Blutegel
gegen die Schmerzen ein", sagt Professor Andreas Michalsen, Chefarzt
am Immanuel Krankenhaus Berlin. Nicht weniger wichtig: Wer Arthrose
hat, sollte sich laut Michalsen vegetarisch ernähren. "Denn Fleisch
enthält Stoffe, die Entzündungen fördern." Stattdessen gehörten
Lein-, Raps- und Sojaöl, Walnüsse, Kreuzkümmel, Kardamom, Koriander,
Kurkuma sowie Bockshornklee auf den Speiseplan.
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Oktober-Ausgabe von Reader's
Digest Deutschland ist ab Montag, 28. September, an zentralen Kiosken
erhältlich.
Artikel aus der Oktober-Ausgabe zum Download:
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Vordernbergstr. 6, D-70191 Stuttgart
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Datum: 22.09.2015 - 10:00 Uhr
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