Chat zum Thema "Diabetes und Auge" - Auf Augenhöhe Fragen zu Netzhautkrankheiten klären
ID: 1267962
Dem diesjährigen Thema der Woche des Sehens (8. bis 15. Oktober)
entsprechend werden am Mittwoch, 14. Oktober beim Chat auf
www.woche-des-sehens.de Fragen rund um diabetische Augenkrankheiten
auf Augenhöhe thematisiert. Dr. Georg Spital, Generalsekretär der
Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen" gibt
von 14 bis 16 Uhr Hinweise, wie Patienten mit Diabetes langfristig
ihr Augenlicht erhalten können.
Diabetiker und Augenärzte sind in den Bemühungen um den Erhalt des
Augenlichts Verbündete. Einmal im Jahr zum Augenarzt - das ist für
Zuckerkranke eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um die Sehschärfe zu
erhalten. Denn die diabetische Netzhauterkrankung und der Graue Star
zählen zu den schwerwiegenden Folgekrankheiten des Diabetes mellitus.
Die Entstehung verläuft dabei oft schleichend und wird bei einer
augenärztlichen Untersuchung in der Regel schneller entdeckt als vom
Patienten selbst bemerkt. Im Frühstadium lassen sich diabetische
Augenerkrankungen oft gut behandeln, so dass eine dauerhafte
Sehbeeinträchtigung vermieden werden kann. Die konsequente Kontrolle
von Blutzucker und Blutdruck tut ein Weiteres, um Schäden zu
vermeiden.
Erfolgreiche Bemühungen um das Augenlicht
Nach 20 Jahren mit Diabetes Typ 1 zeigen sich etwa bei der Hälfte
der Betroffenen Veränderungen an der Netzhaut. Nach 40 Jahren sind
etwa 85 Prozent der Patienten von einer Netzhauterkrankung betroffen;
bei der Hälfte von diesen liegt eine schwere, fortgeschrittene Form
der Augenkrankheit vor. So schlimm diese Zahlen auch sind und so sehr
sie zeigen, wie wichtig regelmäßige Augenkontrollen sind, verglichen
mit älteren Zahlen zeigen sie, dass die Bemühungen, das Augenlicht
der Patienten zu erhalten, bereits Fortschritte erreicht haben:
Älteren Daten zufolge litten nach 20 Jahren bereits 95 Prozent der
Diabetes-Patienten an einer Netzhautkrankheit. Heutzutage werden
jedoch die Blutzucker- und Blutdruck-Werte konsequenter eingestellt
und den Patienten wird die regelmäßige augenärztliche Kontrolle
nahegelegt.
Beim Typ 2 Diabetes, der oftmals sehr schleichend beginnt, müssen
Augenärzte leider feststellen, dass nicht selten schon bei der
Erstdiagnose der Zuckerkrankheit die Netzhaut bereits geschädigt ist.
Manchmal erkennen überhaupt erst die Augenärzte bei einer
Augenuntersuchung die Zuckerkrankheit - die Patienten selbst wissen
noch gar nichts davon.
Früherkennung ist das A und O
Ganz wesentlich für den Erfolg der augenärztlichen Therapie ist,
dass die krankhaften Prozesse so früh wie möglich erkannt und
unterbunden werden. Die Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer
Augenerkrankungen" und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands
raten deshalb: Jeder Diabetiker sollte einmal jährlich zum Augenarzt
gehen, auch wenn noch keine Schäden am Auge bekannt sind und der
Patient gut sieht. Sobald erste Veränderungen zu beobachten sind,
werden die Untersuchungsintervalle individuell abgestimmt. Es gibt
eine zunehmende Zahl an Behandlungsmöglichkeiten, die vielfach sogar
eine Sehverbesserung erzielen können, wenn rechtzeitig behandelt
wird. Eine Erblindung ist heute bei regelmäßiger Untersuchung und
stadiengerechter Therapie fast immer vermeidbar!
Chat am 14. Oktober von 14 bis 16 Uhr
Diabetes ist eine komplexe Krankheit und in jedem einzelnen Fall
gilt es, die richtige Strategie zu finden, um Folgeschäden zu
vermeiden oder in den Griff zu bekommen. Die Woche des Sehens lädt in
diesem Jahr erstmals zu einem Chat ein, bei dem Betroffene oder auch
Angehörige einem erfahrenen Augenarzt Fragen stellen können. Den
Besuch beim Augenarzt kann ein solcher Austausch selbstverständlich
nicht ersetzen. Doch fundierte Informationen vom Experten können dazu
beitragen, die Partnerschaft zwischen Augenärzten und Patienten zu
verbessern.
Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2015
Die Woche des Sehens unter der Schirmherrschaft der
Fernsehjournalistin Gundula Gause wird von sieben Partnern gemeinsam
getragen: der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und
Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem
Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und
Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland.
Seit dem Jahr 2002 informiert die bundesweite Kampagne mit
vielfältigen Aktionen über die Bedeutung guten Sehvermögens und klärt
über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation
sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den
Entwicklungsländern auf. Unterstützt wird die Woche des Sehens von
der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.
Weitere Informationen finden Sie auf www.woche-des-sehens.de oder
www.facebook.com/WochedesSehens.
Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und
Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse
Informationen der Initiativgruppe "Früherkennung diabetischer
Augenerkrankungen": www.diabetes-auge.de
Pressekontakt:
Dr. Georg Eckert
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands
Pressesprecher
Tersteegenstraße 12
40474 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 4303700
E-Mail: presse@augeninfo.de
www.augeninfo.de
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Datum: 28.09.2015 - 11:00 Uhr
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