Schwäbische Zeitung: "Frauen müssen Macht auch wollen" - Leitartikel zum Gesetz zur Chancengleichheit
ID: 1268893
Land Schutz vor Krieg und Elend in ihrer Heimat, und es ist sehr
wichtig - so die einhellige Meinung in unserer Gesellschaft -, diesen
Menschen sehr schnell unsere Formen des Zusammenlebens zu erklären.
Zentral ist dabei die Gleichstellung der Geschlechter - eine große
Errungenschaft, die heute hoffentlich niemand mehr infrage stellt.
Was durch das Grundgesetz garantiert ist, ist allerdings in so
manchen Bereichen unseres Lebens noch nicht angekommen. Beispiel
Kindererziehung: Es tut sich einiges, und doch sind es weiter
vornehmlich die Mütter, die sich aus der Berufswelt ausklinken und zu
Hause bleiben. Beispiel Berufswelt: Frauen sind heute genauso gut
ausgebildet wie Männer, aber man sieht sie deutlich seltener in
Spitzenpositionen von Unternehmen.
Seit diesem Jahr gibt es zwar eine Frauenquote für die
Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen, doch das ist
der grün-roten Landesregierung nicht genug. Sie will ein Vorbild bei
der Gleichstellung sein und stellt ein Gesetz zur Chancengleichheit
im öffentlichen Dienst vor.
Bei all diesen gesetzlichen Regelungen drängt sich allerdings die
Frage auf: Warum das Ganze? Warum bedarf es im Jahr 2015 eines
Gesetzes, das Frauen in der Verwaltung Richtung Spitze katapultiert?
Jedem Menschen steht in unserem Land, ganz unabhängig vom
Geschlecht, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung offen - auch zur
beruflichen. Dazu gehört aber auch, nicht nur einfach brav seinen Job
zu machen, sondern auch mal zu kämpfen: für mehr Gehalt, für den
besseren Posten, für sich selbst. Daran hapert es oft bei Frauen,
werden Experten nicht müde zu beklagen. Sie seien die Sozialwesen,
denen es schwer falle, Forderungen zu stellen, zumal für sich selbst.
Deshalb ist es dringend notwendig, solch erlernte oder
zugeschriebene Rollenmuster zu überwinden. Gesetze allein bringen
aber keinen Fortschritt. Frauen müssen Macht auch wollen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.09.2015 - 20:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1268893
Anzahl Zeichen: 2357
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 304 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: "Frauen müssen Macht auch wollen" - Leitartikel zum Gesetz zur Chancengleichheit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
BERLINER MORGENPOST: Warnung vor Fallstricken / Kommentar von Andreas Abel zu: Senat will Berliner Zweckentfremdungsverbot verschärfen ...
Der Senat will das Gesetz ändern, mit dem das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum durchgesetzt werden soll und das vor allem gegen die vielen Tausend Ferienwohnungen gerichtet ist. Die neue Regelung sorgt nun also für "Waffengleichheit" zwischen den Betreibern, die für ihre Ferie
BERLINER MORGENPOST: Gefahr für die Spitzen-Frauen /Leitartikel von Jochim Stoltenberg zu: Angela Merkel und Ursula von der Leyen haben plötzlich Probleme ...
Am Glanz Angela Merkels kratzt die wachsende Sorge der Öffentlichkeit wie der Parteifreunde, sie habe Deutschlands Türen für Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisenregionen zu weit geöffnet. Ursula von der Leyen vergeht das Dauerlächeln, seit sie sich gegen den Vorwurf wehren muss, sie habe
Lausitzer Rundschau: Die flexible Null - Regierung beschließt Maßnahmenpaket für Flüchtlinge ...
Streng genommen kann die Union nur auf wenige Errungenschaften verweisen, die sie der SPD beim gemeinsamen Regieren abgetrotzt hat. Ihre politische Kraft erschöpfte sich bislang eher in der Abwehr sozialdemokratischer Begehrlichkeiten. Was aus Sicht der C-Parteien bleibt, sind die Mütterrente, e
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Erzbistum Paderborn legt Vermögensverhältnisse offen Transparenter Reichtum Hans-Hermann Igges ...
Wer hätte das gedacht: Das ehrwürdige Erzbistum Paderborn ist reicher als das große Erzbistum Köln. Obwohl da der, ungern zugegeben, prächtigere Dom steht. Über Geld wollte man auch hier lange nicht sprechen, jedenfalls nicht so im Detail. Bis der Limburger Bischof es mit vollen Händen zu




