OECD veröffentlicht Ergebnisse des BEPS-Projekts gegen aggressive Steuergestaltung internationaler Konzerne
ID: 1271373
OECD veröffentlicht Ergebnisse des BEPS-Projekts gegen aggressive Steuergestaltung internationaler Konzerne
Die OECD hat am 5. Oktober 2015 die Ergebnisse des BEPS-Projekts veröffentlicht. Sie sollen am 8. Oktober 2015 von den G20-Finanzministern und Notenbankgouverneuren bei ihrem Treffen in Lima gebilligt werden. Mit dem BEPS- Projekt gehen OECD, G20 und Entwicklungsländer gemeinsam gegen Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen international agierender Konzerne ("Base Erosion and Profit Shifting" - BEPS) vor.
Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble:
"Die internationale Zusammenarbeit in der Steuerpolitik hat mit dem Abschluss des BEPS-Projekts einen Meilenstein erreicht. Ich danke der OECD für ihre Leistung bei dieser hochkomplexen Thematik. Die G20 sind gut daran beraten, diese Ergebnisse jetzt anzunehmen und umzusetzen. Dafür werde ich in Lima werben. Zusammenarbeit im Kampf gegen Steuervermeidung zahlt sich für uns alle aus."
Beim BEPS-Prozess handelt sich um das bislang anspruchsvollste und weitreichendste Vorhaben der internationalen Steuerpolitik. Auf der Grundlage eines Aktionsplans mit 15 Handlungsfeldern wurden innerhalb von zwei Jahren konkrete Empfehlungen gegen schädlichen Steuerwettbewerb der Staaten und gegen aggressive Steuerplanung international tätiger Unternehmen erarbeitet.
Die Bundesregierung hat diesen Prozess von Anfang an nachdrücklich unterstützt. Unfairer Steuerwettbewerb und aggressive Steuerplanung führen nicht nur zu Steuerausfällen, sondern schaden auch der Wettbewerbsfähigkeit derjenigen Unternehmen, die derartige Gestaltungen nicht einsetzen. Dem tritt die internationale Staatengemeinschaft jetzt mit einem umfassenden Maßnahmenpaket entgegen.
Der erfolgreiche Abschluss des BEPS-Projekts verdeutlicht den hohen Grad an Kooperation, der in der internationalen Steuerpolitik erreicht worden ist. Im Ergebnis haben sich 62 Staaten auf ein gemeinsames Handeln verständigt. Neben den Staaten der OECD und G20 waren auch Entwicklungsländer an der Erarbeitung des Maßnahmenpakets beteiligt. Zudem wirkten internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und die Europäische Union mit.
Die Bundesregierung wird sich auch künftig dafür einsetzen, dass der internationale Konsens bei der Lösung steuerlicher Herausforderungen bewahrt wird. Nur wenn sich die Staaten bei der Ausgestaltung ihrer Steuersysteme eng abstimmen, können Verwerfungen zwischen den Steuerrechtsordnungen und unerwünschte Gestaltungsanreize vermieden werden. Das BEPS-Projekt zeigt, dass dabei konkrete Ergebnisse erreichbar sind.
Konkrete Informationen zum BEPS-Projekt können auf der neu freigeschalteten Website des BMF mit der URL www.bepsite.de abgerufen werden.
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Wilhelmstraße 97
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 03018/ 682 - 0
Telefax: 03018/ 682- 32 60
Mail: Presse@bmf.bund.de
URL: http://www.bundesfinanzministerium.de/
PresseKontakt / Agentur:
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Wilhelmstraße 97
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 03018/ 682 - 0
Telefax: 03018/ 682- 32 60
Mail: Presse(at)bmf.bund.de
URL: http://www.bundesfinanzministerium.de/
Datum: 05.10.2015 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1271373
Anzahl Zeichen: 3420
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 319 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"OECD veröffentlicht Ergebnisse des BEPS-Projekts gegen aggressive Steuergestaltung internationaler Konzerne"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium der Finanzen (BMF) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Pünktlich zum Jahresbeginn 2016 präsentiert sich der Zoll mit einer neuen und effizienteren Struktur. Zum 1. Januar wird in Bonn die Generalzolldirektion (GZD) als neue Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen gegründet. Ziel der Reform ist noch besserer Service
Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Berichtsmonat Oktober 2015 ...
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 1,8 % gestiegen. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Oktober unterdurchschnittlich. Die Bestellungen
Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bei der geförderten Altersvorsorge - Produktinformationsstelle Altersvorsorge gegründet ...
Am 8. Oktober 2015 wurde in Kaiserslautern die "Produktinformationsstelle Altersvorsorge gGmbH" (PIA) von der Fraunhofer-Gesellschaft gegründet. Sie nimmt sofort ihre Arbeit auf. Das Bundesministerium der Finanzen überträgt der PIA wichtige Aufgaben zur Stärkung des Verbraucherschutz
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Aachener Nachrichten: Verlässt uns der Mut? - Die Flüchtlingsdebatte steht an einem Scheideweg; Ein Kommentar von Joachim Zinsen ...
Niemand bestreitet, dass es für Länder und Kommunen eine große logistische Herausforderung ist, hunderttausende Flüchtlinge unterzubringen. Niemand bestreitet, dass die Aufnahme von zum Teil hochtraumatisierten Vertriebenen auch Probleme mit sich bringt. Niemand bestreitet, dass unsere Gesells
Frankfurter Rundschau: Müde Portugiesen ...
Wenn Portugiesen zur Wahl gerufen werden, stimmen sie immer wieder für eine der beiden großen Parteien. Diesmal mehrheitlich für die Bürgerlichen unter Ministerpräsident Coelho. Es ist kein Triumph und erst recht kein Beweis uneingeschränkten Vertrauens. Die Portugiesen sind der Krise müde
Berliner Zeitung: Kommentar zur Berliner Drogenpolitik: ...
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und seine Bürgermeisterin Monika Herrmann haben das verstanden und beantragt, Coffeeshops zu erlauben. Man darf das als Aufbegehren der kommunalen Ebene verstehen, die nicht länger die Folgen einer gescheiterten Drogenpolitik tragen möchte. Umso bedauerlic
Der Tagesspiegel: Verteidigungspolitiker lehnen neuen Kampfeinsatz in Afghanistan ab ...
Der Vorschlag von Ex-Generalinspekteur Harald Kujat, eine neue Afghanistan-Mission mit Kampfeinheiten zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte an den Hindukusch zu schicken, stößt in der Politik auf eine breite Front der Ablehnung. Roderich Kiesewetter, CDU-Verteidigungspolitiker,




