Lausitzer Rundschau: Rädchen im Getriebe - Zur organisierten Kriminalität in Deutschland
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Fahrradkellern nimmt zu. Ganz besonders aber der Einbruchsdiebstahl.
Das Wesen der Organisierten Kriminalität ist die Vernetzung,
zunehmend auch die Internationalität. Kaum gestohlen, schon in Polen
(oder Litauen oder Russland) ist kein rechter Spruch, sondern beim
Autoklau schon lange Realität. Die Branche globalisiert sich,
technisiert sich und professionalisiert sich. Ganz besonders gilt das
für die um sich greifende Internet-Kriminalität. Prostitution,
Menschenhandel und Drogen waren von jeher international. Man arbeitet
mit hoher Arbeitsteilung. Der eine stellt bloß sein Konto zur
Verfügung, der andere das Telefon oder Auto, der Dritte das
Brecheisen. Jeder für sich hat keine oder nur eine geringe Straftat
begangen. Aber als Bande funktionieren sie perfekt. Planung,
Durchführung, Erlös. Alles Routine, alles in Serie. Und alles eine
enorme Gefahr für die innere Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der
Bürger. Es ist deshalb konsequent, dass der Gesetzgeber schon die
bloße Mitgliedschaft in solchen kriminellen Organisationen unter
Strafe stellen will, jenseits des individuellen Tatbeitrags. Und dass
er versucht, schneller an die Vermögen dieser Gruppen und ihrer
Mitglieder heranzukommen. Das Strafgesetzbuch muss der besonderen
Qualität und Systematik neuer Kriminalitätsformen gerecht werden.
Notwendig bleiben freilich zudem spezielle Ermittlungsteams. Der
Aufwand mag hoch sein, doch es winkt eine große Belohnung: Wird eine
Bande erwischt, bedeutet das fast immer die Aufklärung einer ganzen
Serie von Straftaten und eine vorläufige Beruhigung - bis die nächste
Bande kommt.
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Datum: 06.10.2015 - 19:43 Uhr
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