Gute Beteiligungen zahlen sich aus
Der Life Science Fonds Esslingen investiert erfolgreich in Biotech-Unternehmen
Was hat Sauerkraut mit Life-Sciences zu tun? Sehr viel, denn es gehört zu den Nahrungsmitteln, die schon seit Jahrtausenden mittels biotechnologischer Verfahren - in diesem Fall Milchsäuregärung - hergestellt werden. Kein Wunder also, dass in Esslingen am Neckar, der Heimat des Sauerkonservenherstellers Hengstenberg, den Life-Sciences besondere Bedeutung beigemessen wird. Bereits im Jahr 2000 wurde dort das Life Science Center (LSC) in Betrieb genommen. Das Gründerzentrum mit etwa 2.000 Quadratmetern Labor- und Büroflächen in der BioRegion STERN ist längst komplett belegt. Deshalb baut eine 50-prozentige Tochter der Stadt Esslingen inzwischen auf dem Hengstenberg-Areal das LSC 2 - ebenfalls mit 2.000 Quadratmetern Labor- und Büroflächen. Die Eröffnung ist für Ende 2016 geplant.
Existenzgründer und Jungunternehmer finden in Esslingen nicht nur einen guten Standort - sie bekommen auch finanzielle Unterstützung. Bereits im Jahr 2002 legte die Stadt den Life Science Fonds Esslingen GmbH & Co. KG (LSF) mit einem Beteiligungsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro auf. Ursprünglich bis 2017 geplant, wurde jüngst eine Laufzeitverlängerung bis 2022 beschlossen. Neben der Stadt Esslingen sind die Volks-bank Esslingen eG, die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, die KBZ Beteiligungsgesell-schaft mbH, die Festo AG und die Ars Nova Software GmbH beteiligt. Auch Dr. Helmut Hengstenberg gehört, in guter Tradition, als privater Investor zu den Kommanditisten.
Eine Kapitalaufstockung ist zwar geplant, aber im Moment noch nicht erforderlich. Da die ersten Unternehmen inzwischen ihre Einlagen zurückzahlen, erwartet die Geschäftsführerin des Fonds für 2015 einen Überschuss. "Der Anlageausschuss hatte ein gutes Händchen bei der Auswahl der Beteiligungen", erklärt Birgit Emberger. "Daher können im nächsten Jahr bereits drei weitere Beteiligungen eingeplant werden." Zu den Beteiligungsfirmen des Fonds gehören aktuell die acp - advanced clean production GmbH, die Amedrix GmbH, die Anoxymer GmbH, die BioTeSys GmbH, die Cetics healthcare technologies GmbH, die micro-biolytics gmbH sowie die HAN GmbH. "Wir freuen uns sehr, dass sich unsere dreiteilige Strategie zur Förderung der Biotechnologie in Esslingen so eindeutig bewährt hat", sagt Birgit Emberger. "Das Gründerzentrum hat die Funktion eines Non-Profit-Inkubators übernommen, der Life Science Fonds dient als Gründungs- und Ansiedlungsanreiz für Biotechnologieunternehmen - und der stark nachgefragte Studiengang Biotechnologie an der Hochschule Esslingen bildet die benötigten Fachkräfte aus."
zk-ado
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Datum: 08.10.2015 - 16:45 Uhr
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