Stärkung des wissenschaftlichen Austausches zur Risikokommunikation mit Estland

Stärkung des wissenschaftlichen Austausches zur Risikokommunikation mit Estland

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Stärkung des wissenschaftlichen Austausches zur Risikokommunikation mit Estland



(pressrelations) -
BfR schließt Kooperationsvertrag mit dem estnischen Ministerium für Landwirtschaft (PM)

In Tallinn haben am 22. Oktober 2015 das BfR und das estnische Ministerium für Landwirtschaft (PM) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit baut das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sein globales Experten-Netzwerk für Lebensmittelsicherheit weiter aus. "Der schnelle und zuverlässige Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Lebensmittelsicherheit hat für uns hohe Priorität", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Gemeinsam mit unseren estnischen Partnern wollen wir insbesondere den Bereich der Risikokommunikation weiter vorantreiben."

Das estnische Ministerium für Landwirtschaft (PM) befasst sich mit der Agrarpolitik und insbesondere der Lebensmittelsicherheit in Estland. Neben der Risikobewertung und dem Risikomanagement ist das PM auch für die Risikokommunikation im Bereich der Lebensmittelsicherheit zuständig.

Im Mittelpunkt des Kooperationsvertrages steht der Aufbau eines Mechanismus zum regelmäßigen Informationsaustausch insbesondere in Krisensituationen. Die direkte Wissensvermittlung zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Institutionen soll durch die Veranstaltung gemeinsamer Seminare und Workshops gefördert werden. So ist ein Austausch über Instrumente der Risikokommunikation sowie der Risikowahrnehmung und der Risikofrüherkennung geplant.

Ein weiterer wichtiger Themenbereich der Kooperation betrifft die Risikobewertung. Innerhalb der verstärkten Zusammenarbeit soll daher der wissenschaftliche Austausch zu mikrobiellen Risiken von Lebensmitteln einen zentralen Platz einnehmen. Gemeinsam sollen die Verbreitungswege von mikrobiellen Risiken in der Lebensmittelkette noch wirkungsvoller adressiert werden. Die Bekämpfung von Erregern setzt dabei so früh wie möglich an: bei der Lebensmittelgewinnung und Herstellung. Dabei geht es vor allem darum, spezifische wissenschaftliche Erkenntnisse für das Risikomanagement und die Lebensmittelüberwachung zu erarbeiten. Auf wissenschaftlicher Basis wollen das BfR und das estnische Ministerium für Landwirtschaft (PM) die Lebensmittelsicherheit und den gesundheitlichen Verbraucherschutz weiterentwickeln.



Der neue Kooperationsvertrag zwischen BfR und PM ist einer von mehreren internationalen Kooperationsvereinbarungen des BfR mit dem Ziel, die Lebensmittelsicherheit grenzüberschreitend zu stärken. Am 19. Oktober 2015 unterzeichnete das BfR eine ähnliche Vereinbarung zum wissenschaftlichen Informationsaustausch mit Portugal. Außerdem unterhält das BfR bilaterale Verträge unter anderem mit chinesischen, brasilianischen und französischen Schwesterbehörden. Auch künftig soll das weltweite Netzwerk weiter ausgebaut werden. Einen Überblick über alle Kooperationsverträge gibt die BfR-Website: http://www.bfr.bund.de/de/europaeische_und_internationale_zusammenarbeit-8165.html

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Thielallee 88-92
14195 Berlin
Deutschland

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Datum: 26.10.2015 - 14:15 Uhr
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