Berliner Zeitung: Kommentar zur Türkei-Wahl
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für Europa. Wird die EU Bürgerrechte, Pressefreiheit und die
Aufweichung rechtsstaatlicher Regeln in der Türkei aus strategischen
Interessen ignorieren? Der eilfertige Merkel-Besuch in der Türkei
kurz vor der Wahl und die Zurückhaltung des neuen
Fortschrittsberichts verheißen nichts Gutes. 2005 stoppten Berlin,
Paris und Brüssel den forcierten Beitritt einer Türkei, die sich
demokratischen Reformen öffnete und europäische Prinzipien begrüßte.
Jetzt käme eine autoritär verfasste Türkei, die mehr der "gelenkten
Demokratie" Wladimir Putins ähnelt, und Europa heißt sie willkommen.
Das ist paradox.
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Datum: 02.11.2015 - 17:33 Uhr
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