Staat und Wissenschaft ? neue Verhältnisse, neue Fragen
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Staat und Wissenschaft ? neue Verhältnisse, neue Fragen
Wiesbaden, 07.10.2009. Google, Open Access und die Digitalisierung von Fachinformation beschäftigen Wissenschaft, Verlage und Politik seit einigen Jahren. Sie stehen für die größte Revolution in der Wissensvermittlung seit Gutenberg und dem Buchdruck. Nicht nur deshalb befindet sich neben der Verlagswelt auch das Wissenschaftssystem in einer Phase der tief greifenden Umgestaltung und steht nach langer Zeit der Stagnation wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Akademische Forschung und Lehre werden umfassend neu gestaltet. Zum Erscheinen des Handbuchs Wissenschaftspolitik im Wiesbadener VS Verlag tauschen sich die Herausgeber Dagmar Simon, Andreas Knie und Stefan Hornborstel mit dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Professor Dr. Peter Strohschneider und dem Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Professor Dr. Frieder Meyer-Krahmer über aktuelle Fragen der Wissenschaftspolitik aus. Die Podiumsdiskussion findet am 12. Oktober 2009 von 12:30 bis 14:00 Uhr im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) statt (Raum A 300 | 310, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin).
Die Liste der Schlagworte, die für den Wandel des Wissenschaftssystem steht, ist lang: Bologna-Prozess, Spitzencluster, Pakt für Forschung und Innovation, Besoldungsreform, neue Leitungsstrukturen, strukturierte Doktorandenausbildung, Ranking und leistungsorientierte Mittelvergabe, Wissenstransfer, unternehmerische Hochschule, Profilbildung, Clusterbildungen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Europäisierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit, Föderalismusreform, Open Access, Interdisziplinarität und Gleichstellung, Kosten-Leistungs-Rechnung und Wissenschaftsmanagement, Personalentwicklung, Junior- und Lehrprofessuren, Hirsch-Index und Drittmittelquote.
All dies hat weitreichende Konsequenzen für die Wissenschaftspolitik - es geht um ein neues Verhältnis zwischen dem öffentlichem Wissenschaftsbetrieb und dem Staat. Institutionen müssen Handlungsressourcen verlagern und ungewohnte Management- und Koordinationsleistungen erbringen. Es entwickeln sich neue politische Arrangements zwischen Ministerien, Forschungsförderern, Öffentlichkeit, wissenschaftspolitischen Institutionen und autonomer werdenden Hochschulen. Die unterschiedlichen Interessen werden definiert und ausgelotet. Die Leitfrage lautet: Wer ist für was zuständig und kann für welche Aufgaben zur Verantwortung gezogen werden? "Erstmals gibt es mit dem Handbuch Wissenschaftspolitik einen systematischen Überblick zur Wissenschaftspolitik auf dem neuesten Stand der Forschung." so die Herausgeber Dagmar Simon, Andreas Knie und Stefan Hornborstel. Theorien, Konzepte, Wirkungsfelder und Steuerungsinstrumente werden ebenso wie alle wichtigen Akteure und Institutionen der Wissenschaftspolitik behandelt. Abgerundet wird das Handbuch durch einen Blick auf ausgewählte Länder.
Dr. Dagmar Simon und Professor Dr. Andreas Knie sind am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung tätig, Professor Dr. Stefan Hornbostel am Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung in Bonn.
Kontakt Rezensionsexemplare und Anmeldungen zur Podiumsdiskussion:
Karen Ehrhardt M.A. | PR-Referentin
Tel. +49 (0)611.7878-394 | Fax +49 (0)611.7878-451
karen.ehrhardt@gwv-fachverlage.de | www.vs-verlag.de
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Datum: 20.10.2009 - 14:48 Uhr
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