junge Welt:»Der Bau der Mauer war notwendig, sonst hätte es Krieg gegeben«
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Krieg gegeben«. Mit diesen Worten beurteilt Margot Honecker in einem
Interview, das die Tageszeitung junge Welt veröffentlicht, die
Schließung der DDR-Grenze im August 1961.
In dem in der Mittwochausgabe erscheinenden ausführlichen Gespräch
äußert sich die ehemalige DDR-Ministerin für Volksbildung und Witwe
von Erich Honecker, dem langjährigen SED-Generalsekretär und
DDR-Staatsratsvorsitzenden, zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder
von ihrem selbstgewählten chilenischen Exil aus. Sie geht auf Fragen
zur jüngeren deutschen Geschichte, zu aktuellen Problemen der
Weltpolitik, aber auch zu ihrer persönlichen Situation ein.
Mit Blick auf den heutigen Konfrontationskurs westlicher Staaten
gegenüber Russland heißt es in dem Interview:
»Die Schaffung klarer Verhältnisse an der Frontlinie von NATO und
Warschauer Pakt ermöglichte die dann beginnende Entspannungspolitik.
Sie führte zur Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa,
deren Schlussakte 1975 in Helsinki unterzeichnet wurde. Auch von der
DDR. Es war der Versuch, auf dem Kontinent ein System kollektiver
Sicherheit zu schaffen. Wie wir jedoch heute sehen, ist mit dem
Untergang der Sowjetunion und mit der von der USA forcierten
Ostausdehnung der NATO diese Sicherheitsstruktur zerstört worden.«
Margot Honecker hat sich in den vergangenen Jahren nur selten
öffentlich zu Wort gemeldet. Das jetzt in junge Welt exklusiv auf
Deutsch erscheinende Interview wurde von der Athenischen und
Makedonischen Nachrichtenagentur (APA/MPA) geführt und zuerst in
stark gekürzter Form in Griechenland publiziert (die Langfassung
blieb Abonnenten vorbehalten).
Auf Wunsch senden wir Ihnen das Gespräch gern vorab zu (Anfragen
bitte an shu@jungewelt.de).
Pressekontakt:
junge Welt
Redaktion
Telefon: 030 / 53 63 55-0
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Datum: 10.11.2015 - 15:58 Uhr
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