Tabletten gegen Diabetes zum richtigen Zeitpunkt einnehmen
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Diabetes-Medikamenten, die geschluckt werden, vom Wirkstoff ab. "Um
den Blutzucker gut einzustellen, spielt auch der richtige
Einnahmezeitpunkt der Medikamente eine große Rolle", sagt Gabriele
Overwiening vom Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer
anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November.
Für viele Typ-2-Diabetiker ist der blutzuckersenkende Wirkstoff
Metformin Mittel der ersten Wahl. Medikamente mit Metformin werden
während oder nach der Mahlzeit eingenommen, dadurch verringern sich
Nebenwirkungen wie Übelkeit. Alkohol verstärkt die Nebenwirkungen des
Metformins, deshalb sollte er möglichst gemieden werden.
Sulfonylharnstoffe und die mit ihnen verwandten Wirkstoffe der
Glinide werden meist morgens vor dem Frühstück mit viel Wasser
eingenommen. Der Arzt kann die Einnahme auch auf zwei Mahlzeiten
verteilen. Patienten, die einen Sulfonylharnstoff einnehmen, sollten
möglichst keinen Alkohol trinken.
Alpha-Glucosidase-Hemmer verzögern im Darm den Abbau von
Kohlenhydraten aus der Nahrung. Die Tabletten werden idealerweise
unzerkaut mit dem ersten Bissen der Mahlzeit geschluckt. Die Nahrung
sollte keinen Zucker enthalten, sonst kann als Nebenwirkung Durchfall
auftreten. Andere Antidiabetika werden unabhängig von den Mahlzeiten
eingenommen.
Nicht nur die Tageszeit, auch die Art der Nahrung spielt eine
Rolle für den Wirkungseintritt eines Medikaments. Wird eine Tablette
mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen, gelangt sie später in den
Darm. Da die Wirkstoffe aber erst im Darm ins Blut aufgenommen werden
können, verzögert eine fettreiche Mahlzeit den Wirkungseintritt.
Weitere Informationen unter www.abda.de
Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134,
u.sellerberg@abda.de
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Datum: 12.11.2015 - 11:23 Uhr
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