Forscher kritisieren Klimaschutzpläne der Teilnehmer des Pariser Klimagipfels
ID: 1291317
kritisieren Forscher und Umweltschützer die Klimaschutzbeiträge
zahlreicher Teilnehmerstaaten zum Gipfel. Viele dieser 'Intended
Nationally Detemerined Contributions' (INDCs) seien "so vage
formuliert, dass sie womöglich auf Dauer keinen Bestand haben", sagt
Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung, der Wochenzeitung DIE ZEIT. In Paris verhandeln
Vertreter von fast 200 Staaten von Montag an über ein globales
Klimaabkommen. Die freiwilligen Beiträge, welche die Nationen beim
Uno-Klimasekretariat eingereicht haben, sind ein wichtiger
Bestandteil dieses geplanten Vertrages.
"Manche Nationen setzen viel Zahlenkosmetik ein, andere halten
ihre Ankündigungen bewusst vage", so Niklas Höhne, Leiter des
NewClimate Institute. Das Kölner Klimaberatungshaus hat gemeinsam mit
drei anderen Forschungseinrichtungen die INDCs aller großen Staaten
im Projekt 'Climate Action Tracker' untersucht. Dabei kam heraus: Die
bisher eingereichten Beiträge von mehr als 145 Nationen und der EU
dürften nicht genügen, um die durchschnittliche globale Erwärmung
unterhalb der anvisierten Zwei-Grad-Grenze zu halten. Das
UNO-Klimasekretariat warnte schon kürzlich in einer Analyse, die
INDCs würden wohl "nicht ausreichen, um bis 2025 und 2030 den
Aufwärtstrend der weltweiten Emissionen umzukehren". Vielmehr werde
der weltweite Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß in den kommenden 15 Jahren
um 11 bis 23 Prozent steigen.
Regine Günther, Leiterin Energie- und Klimapolitik des WWF
Deutschland, spricht von "Zahlenspielereien" einiger Nationen. So
versprechen große Treibhausgas-Verursacher wie Russland, Japan oder
die USA in ihren eingereichten Klimaplänen, die nationalen Emissionen
bis 2030 um 26, 28 oder gar 30 Prozent zu senken. Bei genauerem
Hinsehen aber zeigt sich: oft schönen die Regierungen ihre Zahlen
mithilfe statistischer Tricks. So wählen die USA als Vergleichsjahr
für den Verlauf ihrer Emissionen nicht wie einst üblich 1990, sondern
2005 - und Japan 2013. In diesen Jahren hatten beide Staaten jeweils
extrem hohe CO2-Emissionen.
Pressekontakt:
Den kompletten ZEIT-Text dieser Meldung senden wir Ihnen für
Zitierungen gern zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT
Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237,
Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Diese Presse-Vorabmeldung
finden Sie auch unter www.zeit.de/vorabmeldungen.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.11.2015 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1291317
Anzahl Zeichen: 2768
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 264 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Forscher kritisieren Klimaschutzpläne der Teilnehmer des Pariser Klimagipfels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
DIE ZEIT (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fußballweltmeister André Schürrle kritisiert den Leistungsdruck im Profifußball: "Ich wusste, dass ich nicht mehr in diesem Hamsterrad sein wollte. Mir immer wieder diese Liebe und diese Bestätigung von außen holen zu müssen. Diese Fremdbestimmung", sagt der 35-Jährige dem ZEITmaga
Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland Anna-Nicole Heinrich: "Der Gang zur Bundeswehr kann ein Friedensdienst sein" ...
Anna-Nicole Heinrich war 25 Jahre alt und studierte Philosophie, als sie im Mai 2021 eines der höchsten Ämter der Evangelischen Kirche übernahm: das Amt der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Ich konnte Sachen machen, die sich erfahrenere Leute nicht hätten erlaube
Rapperin Ikkimel: "Wenn man mit dem Tod konfrontiert wird, ändert das alles" ...
"Ikkimel ist keine Kunstfigur. Sie ist kein ausgedachter Charakter, der nichts mit der realen Welt zu tun hat", sagt die Rapperin Ikkimel in der Titelgeschichte "30 bis 30" der neuen Ausgabe des Magazins ZEIT CAMPUS. Sexualität, Aggression, Provokation: all das sei Teil ihrer Ku
Weitere Mitteilungen von DIE ZEIT
Wie aus einem Wildtier ein Problem-Tier wird / Die Deutsche Wildtier Stiftung vergibt heute den mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis 2015 in Hamburg an eine Diplom-Psychologin (FOTO) ...
Die Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreises der Deutschen Wildtier Stiftung findet heute in Hamburg statt. Preisträgerin ist die Diplom-Psychologin Uta Maria Jürgens (30), die mit ihrem Promotionsprojekt - "Vom Konflikt zur Koexistenz" - die Mensch-Wildtier-Bezi
Fischölkapseln gegen Schizophrenie? / Studie: Einnahme verringerte das Psychoserisiko ...
Eine zwölfwöchige Behandlung mit Fischölkapseln senkte die Psychose-Rate bei jungen Menschen, die ein hohes Risiko für Schizophrenie haben. Das berichtet die "Apotheken Umschau" über eine Studie aus dem Fachblatt Nature Communications. Während in der Fischöl-Gruppe innerhalb von
Rupprecht/Hübinger: Mit Bildung und Forschung auch 2016 die richtigen Schwerpunkte gesetzt ...
Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung steigt 2016 auf Rekordsumme von 16,4 Milliarden Euro Am heutigen Dienstag berät der Deutsche Bundestag den Einzelplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Haushaltsjahr 2016. Hierzu erklären der bildungs- und fors
Institut Gustave Roussy implementiert das Vela Diagnostics Sentosa Next Generation Sequencing System für die Routine Diagnostik ...
Nach erfolgreicher Evaluierung hat Gustave Roussy, eines der führenden Krebsforschungszentren in Europa, damit begonnen das Vela Next Generation Sequencing (NGS) System für die routine-Diagnostik einzusetzen. Dabei wird das System für die Diagnose von relevanten Mutationen im Bereich Darm-, Lu




