Lohnen sich Investitionen in Windparks noch?

Lohnen sich Investitionen in Windparks noch?

ID: 1292561

windcomm schleswig-holstein e. V. diskutiertüber Ausschreibungen



(PresseBox) - Statt eine feste Vergütung für die erzeugte Energie zu erhalten, sollen die Betreiber von Erneuerbare-Energie-Projekten zukünftig in Ausschreibungen darlegen, zu welchem Preis sie Strom produzieren können. Darüber diskutierten Vertreter von Mitgliedsunternehmen des windcomm schleswig-holstein e. V. beim 6. Stammtisch des Windenergie-Netzwerks. Gastgeber waren die HSH Nordbank und das Unternehmen Schneider Electric in Kiel.
Bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im vergangenen Jahr wurde es bereits festgelegt: Ab 2015 soll der Preis für Strom aus Freiflächen-Solaranlagen, ab Ende 2016 auch der Preis für Windstrom in Ausschreibungen ermittelt werden. Zudem will die Bundesregierung den Zubau an installierter Windenergie-Leistung pro Jahr auf 2,5 Gigawatt begrenzen. "Mit der Windkraft lässt sich immer noch Geld verdienen", zeigte sich Dr. Ingrid Nestle, Staatssekretärin im Kieler Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, während des windcomm-Stammtisches zuversichtlich. Sie berichtete aber auch von kritischen Punkten des geplanten Gesetzesentwurfes wie dem Referenzertragsmodell.
Das Modell regelt die Vergütung für Windstrom in Abhängigkeit vom Standort: Je windschwächer eine Fläche ist, desto länger erhält ein Windparkbetreiber derzeit eine höhere Vergütung, um Standortnachteile auszugleichen. So wird ein Anreiz geschaffen, auch in windärmeren Regionen Windkraftanlagen zu bauen. Windstärkere Standorte sollen jedoch zukünftig weniger Vergütung erhalten. "Das geht zu weit", bekräftigte Dr. Nestle, "es kann nicht sein, dass es egal ist, wo ich meine Windkraftanlage hin baue, weil ich sowieso das gleiche Geld für den erzeugten Strom bekomme. So wird die Energiewende für den Stromverbraucher unnötig teurer. Diesen Punkt werden wir mit dem Bund noch diskutieren müssen."
Dass die Teilnahme an einer Ausschreibung zusätzliche Kosten und Aufwand erfordert, davon zeigte sich Joachim Treder, Senior Vice President der Abteilung Energie und Versorger der HSH Nordbank, überzeugt. Treder sprach sich nachdrücklich für eine so genannte De-Minimis-Regelung aus, nach der Projekte unterhalb einer bestimmten Leistungsgrenze - zum Beispiel unter 6 Anlagen beziehungsweise 6 Megawatt - von Ausschreibungen ausgenommen würden. "Bürgerprojekte und kleine Planungsbüros würden sonst aus dem Markt gedrängt", so Treder.


Auch Thomas Hein, Vertriebsingenieur Versorger & Erneuerbare Energien der Schneider Electric GmbH, zeigte sich besorgt: "Viele Projekte setzen wir mit Bürgerwindparks und kleinen Planungsbüros um. Das Ausschreibungsmodell könnte Schleswig-Holsteins Mittelstand nachhaltig gefährden", so Thomas Hein. Schneider Electric ist mit seinen Lösungen für den Netzanschluss und die Systemtechnik ein wichtiger Zulieferer der Windbranche.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WINAICO-Module bestehen DML-Test mit 5.000 Pa und widerstehen damit Orkanen mit mehr als 202 km/h Klimagipfel: co2online informiert aus Paris und zeigt, wie jeder das Klima schützen kann / Klimaschutz im Web: Die besten Fundstücke - jeden Tag neu / Mit EnergiesparChecks CO2-Bilanz verbessern
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 27.11.2015 - 09:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1292561
Anzahl Zeichen: 2954

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Kiel / Husum



Kategorie:

Energie & Umwelt



Diese Pressemitteilung wurde bisher 390 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lohnen sich Investitionen in Windparks noch?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

windcomm schleswig-holstein - Wirtschaftsförderung Nordfriesland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kleine Windkraft-Firmen schaffen Bürgernähe ...
Die Schwierigkeiten, neue Windkraft-Projekte durchzusetzen, hängen nicht nur mit dem Widerstand einzelner Bürger, sondern auch mit den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) - Stichwort Ausbaudeckel und Ausschreibungen - sowie Unklarheiten über die zukünftige Gebietskulisse für

Offshore in Schleswig-Holstein: Kostendruck gefährdet Mittelständler ...
Rettung aus der Luft und schneller Transport von Technikern und Ersatzteilen, selbst bei Windstärken, die einen Einsatz von Schiffen nicht mehr zulassen - Hubschrauber sind ein wichtiger Teil der Rettungs- und Versorgungskette für Windparks auf See geworden. In den letzten Jahren entstanden Helik

2.500 Megawatt plus Repowering braucht der Klimaschutz ...
?Wir können die Klimaschutzziele nur mit Windkraft-Zubau erreichen. Deshalb wollen wir, dass es deutschlandweit beim Zubau von 2.500 Megawatt plus Repowering pro Jahr bleibt, den wir beim EEG 2014 ausgehandelt haben", fasste Dr. Ingrid Nestle die Ziele der Landesregierung für die nächsten V


Weitere Mitteilungen von windcomm schleswig-holstein - Wirtschaftsförderung Nordfriesland


Grenzpreis für Gas 2014: - 4,2 % zum Vorjahr ...
Der Grenzpreis für Gaslieferungen an Letztverbraucher lag im Jahr 2014 bei 4,07 Cent je Kilowattstunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben weiter mitteilt, ist der Grenzpreis damit um 4,2 % gegenüber dem Jahr 2013 gesunken - damals hatte er 4,25 Cent je Kilowatt

Marmorheizung und Infrarotheizung für gesunde Wärme ...
Infrarot-Sonnensteine sind ideal die Wärme aufzunehmen und mit Strahlungswärme wiederzugeben. Zusätzlich hilft die Speicherung von Marmorheizungen die Wärme ständig an den Raum abzugeben. Es gibt mehrere Möglichkeiten mit der Sonne zu heizen, neben der Solarthermie, die mit Solarkolle

Niedersächsisches Energieunternehmen EEV BioEnergie insolvent - Zukunft von Anlegergeldern unklar ...
Das Amtsgericht Meppen hat gegen das niedersächsische Energieunternehmen EEV BioEnergie ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Damit hat das Mutter-Unternehmen EEV AG, in dem Anlegergelder in Millionenhöhe stecken, keinen Zugriff mehr auf seine wichtigste Einnahmequelle, ein Biomasseh

Solartechnik und Wärmepumpe: Auf Ärzte-Juristen und Steuerberater spezialisiert. ...
Ein Ärztehaus setzt auf Solar und Wärmepumpe Das neu errichtete Ärztehaus im Eckentaler Ortsteil Eschenau investierte in die Zukunft und setzt auf emissionsfreie Stromerzeugung mit Hilfe der Sonne. Das Ärztehaus, das Apotheken und Fachärzte und einem Dach vereint,setzt von Beginn an au


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z