eco: Internet hilft Menschen mit Behinderung / Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember
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schon erhebliche Verbesserungen ihrer Lebensqualität gebracht, aber
es gibt auch noch viel zu tun, um die virtuelle Welt barrierefreier
zu gestalten. Diese Meinung vertritt eco - Verband der
Internetwirtschaft e. V. (https://www.eco.de/) angesichts des
internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. "Es
geht nicht nur darum, die Inhalte von Webseiten etwa durch eine
Vorlesesoftware für Sehbehinderte verfügbar zu machen. Vielmehr gilt
es weit darüber hinausgehend das Community-Konzept des Internet smart
zu nutzen, um behinderten Menschen zu helfen", betont Harald A.
Summa, Geschäftsführer des eco Verbands
(https://www.eco.de/about.html).
Online-Karte macht Rollstuhlfahrer mobiler
Als bestes Beispiel für Rollstuhlfahrer nennt eco die WheelMap
(http://wheelmap.org/), eine Online-Karte mit rollstuhlgerechten
Geschäften, Restaurants, Behörden und sonstigen öffentlich
zugänglichen Orten - wie zum Beispiel ganz aktuell barrierefreien WCs
(http://tinyurl.com/hkpdr9m). Jeder kann mitmachen und Lokationen mit
einem Ampelsystem markieren: grün (durchgängig mit Rollstuhl
nutzbar), gelb (prinzipiell zugänglich, aber nicht alle Räume) und
rot (nicht zugänglich). Der Gründer von WheelMap, Raul Krauthausen,
startete sein mittlerweile weltweit genutztes Mobility-Projekt im
Jahr 2010 mit 1.000 Orten. Vor kurzem hat das Projekt die Marke von
500.000 Eintragungen überschritten - Tendenz weiterhin steigend: Für
den 3. Dezember (http://tinyurl.com/z4lf2gp) ruft Krauthausen mit
seinem Verein SOZIALHELDEN in Zusammenarbeit mit der
Weltgesundheitsorganisation und vielen weiteren Partner zu einem
weltweiten Mapping-Event auf.
Smart: Apps helfen Blinden und Hörgeschädigten
Als weiteres gelungenes Beispiel hebt eco die Open-Source-App
BeMyEyes (http://www.bemyeyes.org/) hervor. Es handelt sich dabei um
eine Online-Community, bei der Sehende sozusagen ihr Augenlicht
Blinden zur Verfügung stellen. Der Blinde richtet die
Smartphone-Kamera mit einer Frage ("Ist die Milch noch haltbar?") auf
etwas, klickt auf "brauche Hilfe" und ein Sehender, der zur Hilfe
bereit ist, nimmt die Anfrage an und gibt die Antwort. Beide geben im
Anschluss eine Bewertung ab, um "falsche Helfer" auszuschließen.
Vorbildlich ist nach Einschätzung von eco auch die App VerbaVoice
(http://www.verbavoice.de/) für Menschen mit Hörschädigung. Über die
App können schwerhörige, gehörlose und ertaubte Menschen sowohl
Schrift- als auch Gebärdendolmetscher online zuschalten. Da
VerbaVoice als Kommunikationshilfe anerkannt ist, übernehmen die
zuständigen Kostenträger die Ausgaben für die Dolmetscher, so dass
für den bzw. die Hörgeschädigte keine Kosten anfallen.
Künstliche Barrieren
Als Gegenbeispiel nennt eco die Captcha-Systeme, die dazu dienen,
Software-Robots und Menschen zu unterscheiden. Die dabei verwendeten
Schriftzeichen sind für Sehbehinderte praktisch nicht zu erkennen, so
dass diese Menschen wie ein "Robot" ausgegrenzt werden. Hier werde
künstlich eine Barriere aufgebaut, die dem Ziel der Barrierefreiheit
im Internet völlig entgegenstehe, kritisiert eco.
eco (www.eco.de) ist mit mehr als 800 Mitgliedsunternehmen der
größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet
der eco Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in
Deutschland, fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte,
formt Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco
Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger
der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige
Internetthemen voran.
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Lichtstr. 43h, 50825 Köln, Tel.: 0221 / 70 00 48 - 0,
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Datum: 02.12.2015 - 11:15 Uhr
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