Thüga-Gruppe: Strom zu Gas-Technologie ist Smart Grid-tauglich

Thüga-Gruppe: Strom zu Gas-Technologie ist Smart Grid-tauglich

ID: 1299409
(ots) - "Mit der Einbindung unserer
Anlage in ein virtuelles Smart Grid* ist ein entscheidender Schritt
erfolgt. Wir haben bewiesen, dass die Strom zu Gas-Technologie
Unterschiede zwischen Stromerzeugung und -verbrauch intelligent
aussteuern kann und das bis auf die Minute genau", so Michael
Riechel, Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. Im
Herbst dieses Jahres hatten die 13 Partner der Strom zu Gas-Anlage
erstmals getestet, wie sich die Anlage in einer zunehmend von
erneuerbaren Energien geprägten Energielandschaft verhält. Dazu hatte
das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme eine Software für
eine Echtzeit-Steuerung entwickelt. Während des Livebetriebs ist die
Thüga Strom zu Gas-Anlage mit Wind- und Solaranlagen, einem
Blockheizkraftwerk (BHKW) und dem Stromverbrauch mittels
Computersimulation in einem virtuellen Smart Grid zusammen geschaltet
worden. Die Strom zu Gas-Anlage hat bei zu viel Strom diesen
automatisch in Wasserstoff umgewandelt und eingespeist. Bei zu wenig
Strom hat das angeschlossene BHKW die gespeicherte Energie zur
Rückverstromung genutzt. Dieser Prozess erfolgte automatisch durch
die intelligente Steuerungssoftware. "Dieses Ergebnis ist
entscheidend, um die Strom zu Gas-Technologie zur Speicherung
größerer Energiemengen einzusetzen, denn sie erfüllt ihren Zweck erst
dann, wenn sie automatisch auf sich ständig ändernde Bedingungen in
der Erzeugung und beim Verbrauch reagiert", erklärt Riechel. Die
Integration des stetig wachsenden Anteils an Wind- und Sonnenenergie
in die bestehende Stromversorgung ist gegenwärtig schwierig, auch da
deren Einspeisung fluktuiert. Aktuell muss der Überschussstrom
zunehmend abgeregelt werden, da nicht genügend Speicher vorhanden
sind. Nur mit ausreichend intelligenten Speichersystemen für
regenerativen Strom kann die Energiewende gelingen.



*Erklärung virtuelles Smart Grid: Die Anlagen sind real und in
Echtzeit an unterschiedlichen Standorten gelaufen. Zusammengeschaltet
wurden die Anlagen nicht physikalisch innerhalb eines Netzes, sondern
virtuell in einer Computersimulation.

Strom zu Gas-Projektplattform:

In einer Projektplattform bündeln 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe
ihr Know-how und Kapital, um gemeinsam in die Entwicklung der Strom
zu Gas-Speichertechnologie zu investieren. Im Fokus steht die Prüfung
der Praxistauglichkeit der Strom zu Gas Technologie. Die Unternehmen
sind überzeugt, dass diese langfristig das größte Potential hat, die
überschüssigen Mengen an regenerativen Energien zu speichern. Zu
diesem Zweck entwickeln, bauen und betreiben die Unternehmen über
mehrere Jahre (2012 - 2016) gemeinsam eine eigene
Demonstrationsanlage in Frankfurt am Main. Die Anlage wandelt Strom
in Wasserstoff um und speichert diesen dann in das Gasverteilnetz
ein. Insgesamt werden sie über 1,5 Millionen Euro investieren.
Gefördert wird das Projekt vom hessischen Ministerium für Wirtschaft,
Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Europäischen Union.
Im Anschluss an die erste Phase ziehen die Projektteilnehmer ein
zweites Projekt in Betracht, in dem aus Wasserstoff und
Kohlenstoffdioxid synthetisches Methan erzeugt und eingespeist werden
soll. Mehr unter www.szg-energiespeicher.de

Über Thüga:

560 Städte und Gemeinden haben aus Verantwortung für den
Lebensraum von rund zehn Millionen Menschen ihre 100 kommunalen
Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in die Thüga-Gruppe
eingebunden. Ziel ist, durch Zusammenarbeit Mehrwert für den
einzelnen Lebensraum zu schaffen und kommunale Werte nachhaltig zu
sichern. Insgesamt arbeiten 17.700 Mitarbeiter in der Thüga-Gruppe.
Diese versorgen 4,0 Millionen Kunden mit Strom, 2,1 Millionen Kunden
mit Erdgas und 0,9 Millionen Kunden mit Trinkwasser. Der Umsatz der
Thüga-Gruppe lag 2014 bei 21,6 Milliarden Euro. Sie ist
deutschlandweit das größte kommunale Netzwerk lokaler und regionaler
Energieversorger. In der Thüga-Gruppe sind die Rollen klar verteilt:
Die 100 Partner sorgen für die aktive Marktbearbeitung mit ihren
lokalen und regionalen Marken. Thüga - Kapitalpartner der Städte und
Gemeinden und in dieser Funktion Minderheitsgesellschafter bei den
Partnerunternehmen - ist als Kern der Gruppe mit der
unternehmerischen Entwicklung beauftragt: Gewinnung neuer Partner,
Wertsicherung und -entwicklung des einzelnen Unternehmens,
Koordination und Moderation von Projekten sowie Steuerung der
Zusammenarbeit in der Gruppe.



Pressekontakt:
Pressesprecherin
Carmen Meinhold
Nymphenburger Straße 39
80335 München
carmen.meinhold@thuega.de
Tel. +49 (0) 89-38197-1542

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Datum: 14.12.2015 - 10:59 Uhr
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