Immowelt-Studie zur neuen Wohnungsnot: Knapp die Hälfte der Haushalte in den Metropolen kämpft um 10 Prozent der freien Wohnungen
ID: 1299844
bezahlbarem Wohnraum / Knapp die Hälfte der Haushalte in den
Metropolen buhlt um rund 10 Prozent der frei verfügbaren Wohnungen -
das ergibt eine Analyse von Angeboten auf immowelt.de und immonet.de,
2 der 3 größten Immobilienportale Deutschlands / Verstärkter Zuzug,
steigende Armut und hohe Bau- und Sanierungskosten verschärfen die
Situation
Die Baubranche boomt. In den Metropolen entstehen allerdings
überwiegend hochpreisige Neubauten. Eines der drängendsten Probleme
auf dem Wohnungsmarkt wird damit nicht gelöst: der Mangel an
günstigen Wohnungen in Ballungsgebieten. Niedrigverdiener, Hartz-IV-
oder Sozialhilfeempfänger, Alleinerziehende und Studierende ohne
elterliche Finanzspritze haben auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine
Chance.
Knapp die Hälfte der Haushalte in den deutschen Metropolen buhlt
um rund 10 Prozent der frei verfügbaren Wohnungen. Das ergibt eine
Analyse der Mietangebote auf immowelt.de und immonet.de, 2 der 3
führenden Immobilienportale Deutschlands. Untersuchungszeitraum waren
die ersten 3 Quartale 2015.
Jeder 2. Berliner hätte Anspruch auf Wohnberechtigungsschein
Die Auswertung zeigt: Besonders stark ist die Diskrepanz in
Berlin. Nach Angaben der Stadt hätten 55 Prozent der Haushalte
grundsätzlich Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS). Auf
dem freien Markt sind jedoch kaum Wohnungen in niedriger Preislage
vorhanden. Maximal 7,3 Prozent der Berliner Wohnungen, die auf
immowelt.de und immonet.de angeboten wurden, liegen unter der nach
Vorgaben des Sozialgesetzbuches (SGB) angemessenen Mietobergrenze.
Auch in Hamburg, Köln und Nürnberg besteht demnach ein erheblicher
Mangel an günstigem Wohnraum - gleichzeitig liegt dort der Anteil an
wohnscheinberechtigten Haushalten bei mindestens 40 Prozent.
Frankfurt, München und Stuttgart machten auf Anfrage keine Angaben,
wie viele Haushalte grundsätzlich Anspruch auf einen
Wohnberechtigungsschein hätten. Es ist allerdings davon auszugehen,
dass die Quote auch dort ähnlich hoch liegt.
Stadt Angebote im günstigen grundsätzlich WBS-
Segment berechtigte Haushalte
Nürnberg 6,5 Prozent 40 Prozent
Berlin 7,3 Prozent 55 Prozent
Köln 7,5 Prozent 45 Prozent
Hamburg 7,7 Prozent 41 Prozent
Frankfurt 8,7 Prozent keine Angabe
München 11,5 Prozent keine Angabe
Stuttgart 15,1 Prozent keine Angabe
Dresden 50,2 Prozent 22 Prozent
In Nürnberg, Berlin, Köln, Hamburg und Frankfurt sind mehr als 90
Prozent der inserierten Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen
nicht bezahlbar. "Für eine wachsende Zahl der Bevölkerung wird das
Wohnungsangebot immer geringer", erklärt Immowelt-CEO Carsten
Schlabritz. "Besonders in den Ballungsgebieten wird die Wohnungsnot
im preisgünstigen Segment in den kommenden Jahren weiter steigen."
3 wesentliche Gründe für die Wohnungsnot
1. Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolen. Städte wie
München und Berlin locken besonders junge Menschen mit der Aussicht
auf qualifizierte Ausbildung, Arbeit, kulturelle Vielfalt und
Lifestyle.
2. Die Zahl der Menschen mit geringem Einkommen nimmt weiter zu.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht in seinem aktuellen
Armutsbericht von einem Rekordhoch der Armutsquote. Der europaweite
Flüchtlingsstrom wird die Situation auf dem Wohnungsmarkt in den
kommenden Jahren zusätzlich verschärfen.
3. Der Bau von günstigem Wohnraum lohnt sich nicht mehr. Für
Investoren sind Neubauwohnungen mit Mieten unter 10 Euro kaum noch
profitabel. Das liegt vor allem an den steigenden Grundstücks- und
Baukosten, den strengen Energieeffizienz-Vorschriften sowie den zu
geringen finanziellen Anreizen durch die Wohnraumförderung.
"Verändere Deine Stadt"
Seit 2 Jahren unterstützt immowelt.de mit der sozialen Initiative
"Verändere Deine Stadt" Menschen in Wohnungsnot bei der Suche nach
einem bezahlbaren Zuhause. Die deutschlandweit einzigartige
Online-Plattform bringt Vermieter und hilfsbedürftige
Wohnungssuchende kostenlos zusammen. Weitere Infos gibt es auf
www.veraendere-deine-stadt.de.
Zur Immowelt-Studie mit Details zu den untersuchten Städten kommen
Sie über folgenden Link: news.veraendere-deine-stadt.de/wohnungsnot
Berechnungsgrundlage
Untersucht wurde das Wohnungsangebot in den Städten Nürnberg,
Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart und Dresden.
Analysiert wurde der Anteil an Wohnungen, die den Vorgaben des
Sozialgesetzbuches (SGB) für angemessene Wohnkosten der jeweiligen
Stadt entsprechen. Als Grundlage diente das Gesamtangebot der
Inserate auf immowelt.de und immonet.de hinsichtlich der vorgegebenen
städtischen Mietobergrenzen.
Untersuchungszeitraum: Januar bis September 2015
In Hamburg, Frankfurt und Stuttgart konnte mit Nettokaltmieten
gerechnet werden. In den übrigen Städten wurden zur Vergleichbarkeit
von den Bruttokaltmieten die kalten Betriebskosten abgezogen.
Mietobergrenzen am Beispiel Berlin Untersucht wurde die Zahl an
Wohnungen mit:
- 0 bis 50 Quadratmetern und einem Preis von bis zu 285,50 Euro (1
Person)
- über 50 bis 60 Quadratmetern und einem Preis von bis zu 342,60
Euro (2 Personen)
- über 60 bis 75 Quadratmetern und einem Preis von bis zu 399,75
Euro (3 Personen)
- über 75 bis 85 Quadratmetern und einem Preis von bis zu 453,05
Euro (4 Personen)
- über 85 bis 97 Quadratmetern und einem Preis von bis zu 526,71
Euro (5 Personen)
- für jedes weitere Haushaltsmitglied +12 Quadratmeter und +65,16
Euro
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Über immowelt.de:
Das Immobilienportal www.immowelt.de ist einer der führenden
Online-Marktplätze für Wohnungen, Häuser und Gewerbeimmobilien.
Immowelt.de wird von der Nürnberger Immowelt Gruppe betrieben, zu der
auch die Immonet GmbH mit deren Immobilienportal immonet.de gehört.
Immowelt.de und immonet.de haben gemeinsam eine Reichweite von 41
Millionen Visits* monatlich. Zum Portfolio der Gruppe gehören auch
die Portale bauen.de, Umzugsauktion.de und ferienwohnung.com. Zweites
Hauptgeschäftsfeld ist die Entwicklung von Softwarelösungen für die
Immobilienbranche.
* gemeinsame Visits von immowelt.de und immonet.de (Google
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Datum: 15.12.2015 - 09:23 Uhr
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