Südwest Presse: KOMMENTAR · BUNDESWEHR
ID: 1303559
Die Zeit für Wunschzettel ist zwar vorüber, dennoch ist es
legitim, dass SPD-Politiker Hans-Peter Bartels eine Aufstockung der
Bundeswehr fordert. Schließlich ist er als Wehrbeauftragter dafür
zuständig, dass die Interessen der Truppe im Politikbetrieb nicht
untergehen. Er verhält sich mit seiner Forderung auch nicht maßlos.
Mit den 7000 Soldaten mehr, die er sich wünscht, würde die Truppe
letztlich nur die Stärke erreichen, die sie nach der Bundeswehrreform
haben soll: 185 000. Diese Kopfzahl braucht die Bundeswehr auch -
mindestens. Denn die Einsätze sind seit Beginn der Transformation der
Bundeswehr von einer Wehrpflichtigenarmee zu einer Freiwilligentruppe
nicht gesunken, sondern gestiegen. Hinzu kommt, dass ein Teil der
Soldaten und Soldatinnen nur auf dem Papier, aber nicht in der
Realität zur Verfügung stehen. Die vielen Fortbildungen, aber auch
Übergangsprogramme für diejenigen, die ausscheiden und in den
Arbeitsmarkt eingegliedert werden müssen, dünnen die
Mannschaftsstärke aus. Die Folge ist eine steigende Belastung der
verbliebenen Soldaten. Sie müssen öfters in Einsätze gehen und haben
weniger Ruhezeit dazwischen. Darunter leidet das Familienleben der
Soldaten ebenso wie auf lange Sicht auch ihre Psyche. Die Aufstockung
ist von heute auf morgen nicht zu stemmen. Anwerben und Ausbilden
dauert. Eine Erleichterung aber könnte Verteidigungsministerin Ursula
von der Leyen rasch schaffen, indem sie die Bundeswehr nur für das
einsetzt, wofür sie zuständig ist. Dazu zählen weder Flüchtlingshilfe
im Inland, noch die vielen Verwaltungsaufgaben in der Truppe. Das
sind Jobs für Zivilisten. KAREN EMLER
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
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Datum: 27.12.2015 - 18:41 Uhr
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