Landwirtschaftlicher Antibiotika-Einsatz nach wie vor zu hoch. Reserveantibiotika dürfen in der Tierhaltung nicht länger zur Anwendung kommen
ID: 1306216
Landwirtschaftlicher Antibiotika-Einsatz nach wie vor zu hoch. Reserveantibiotika dürfen in der Tierhaltung nicht länger zur Anwendung kommen
"In Deutschland werden bei der Billigfleischproduktion noch immer über 1200 Tonnen Antibiotika und Reserveantibiotika eingesetzt, doppelt so viel wie in der Humanmedizin. Ohne diese Medikamente würden viele Tiere die Turbomast bis zur Schlachtreife gar nicht überstehen. Der Hochleistungszucht müssen endlich Schranken gesetzt werden. Der Preisdruck der Discounter, tierquälerische Haltungsmethoden und die Verstümmelung von Tieren müssen durch eine tiergerechte Haltung, die Verwendung einheimischer Futtermittel und angemessene Preise für die Produkte abgelöst werden", sagte Weiger.
Zwar sei die Menge der eingesetzten herkömmlichen Antibiotika zwischen 2011 und 2014 von rund 1700 auf 1200 Tonnen gesunken. Jedoch würden die für die menschliche Gesundheit besonders wichtigen Wirkstoffe der Fluorchinolone und Cephalosporine, die zu den so genannten Reserveantibiotika gehören, inzwischen häufiger eingesetzt. Waren es 2011 noch etwas weniger als 12 Tonnen in der Tierhaltung eingesetzte Reserveantibiotika, so seien es 2014 zirka 16 Tonnen gewesen.
Seinem Versprechen von Mitte 2015, die Restriktionen für den Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierzucht verschärfen zu wollen, habe Bundesagrarminister Christian Schmidt bisher noch keine entsprechenden Taten folgen lassen, kritisierte der BUND-Vorsitzende. "Der exorbitant hohe Einsatz von Antibiotika in industriellen Tierhaltungsanlagen verursacht das Problem der antibiotikaresistenten Keime im Stall und auf dem Fleisch. Die damit verbundene Gesundheitsgefährdung für den Menschen lässt sich nur minimieren, wenn endlich gegengesteuert wird. Der Antibiotika-Verbrauch in der Tierhaltung muss drastisch reduziert werden. Der Einsatz der für die menschliche Gesundheit besonders wichtigen Reserveantiantibiotika gehört gänzlich verboten", forderte Weiger.
Pressekontakt:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland
Telefon: 030 / 27 58 64 - 0
Telefax: 030 / 27 58 64 - 40
Mail: bund@bund.net
URL: http://www.bund.net
PresseKontakt / Agentur:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland
Telefon: 030 / 27 58 64 - 0
Telefax: 030 / 27 58 64 - 40
Mail: bund(at)bund.net
URL: http://www.bund.net
Datum: 08.01.2016 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1306216
Anzahl Zeichen: 3063
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 676 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Landwirtschaftlicher Antibiotika-Einsatz nach wie vor zu hoch. Reserveantibiotika dürfen in der Tierhaltung nicht länger zur Anwendung kommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser
Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w
Die Milchquote läuft aus. Es drohen Milch-Überproduktion und Verlust von Wiesen und Weiden ...
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im Auslaufen der Milchquote zum 1. April 2015 große Risiken für den Tier- und Umweltschutz. "Das Ende der Milchquote wird zu einer noch größeren Überproduktion führen. Die Milcherzeuger geraten unter zusätzlichen Preisdruck,
Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Verfahrensvereinfachung für die Vor - Ort - Prüfungen von KMU ( Spitzenausgleich ) ...
Pressemitteilung Verfahrensvereinfachung für die Vor - Ort - Prüfungen von KMU ( Spitzenausgleich ) Ab dem Antragsjahr 2015 wird die Nachweisführung über den Betrieb eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz nach SpaEfV ( Voraussetzung zur Wahrnehmung des Spitzenausgle
Emscher an der Hauptstraße soll eine neue Trasse erhalten ...
Die Emschergenossenschaft und der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen veranstalten am Montag ein Bauunternehmer-Forum in Holzwickede. In der Emscherquellstadt hat der Emscher-Umbau bereits viel bewirkt. So investierte die Emschergenossenschaft von 2009 bis 2010 rund eine Million Euro allein in
KWK-Gesetz 2016 - Wasändert sich konkret? ...
In Deutschland werden hocheffiziente KWK-Anlagen aus klimapolitischen Gründen durch das KWK-Gesetz (KWKG) gefördert. Am 1. Januar 2016 trat das ?Gesetz zur Neuregelung der Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes? vorbehaltlich einiger beihilferechtlicher Genehmigungen der Europäischen Union in Kr
Saturn Minerals Inc. beginnt Erdöl Erkundungsbohrung auf Bannock Creek ...
nc. beginnt Erdöl Erkundungsbohrung auf Bannock Creek Saturn Minerals Inc. (TSX.V: SMI) (FSE: SMK) (Saturn oder das Unternehmen) ist erfreut bekanntzugeben, dass ergänzend zu der Unternehmensmitteilung vom 14. Dezember 2015 es die Bodenverhältnisse dem Unternehmen ermöglichten, eine Bohranlag




