NOZ: Bauernverband fordert Erhöhung der Fleischpreise
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Fleischpreise
Rukwied: Handel muss Beteiligung an Tierwohl-Initiative aufstocken
Osnabrück. Die deutschen Bauern fordern von den Handelskonzernen
im Vorfeld der Grünen Woche eine deutliche Erhöhung der
Fleischpreise. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Dienstag) sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied: "Das ist eine
Investition in mehr Tierschutz, der sich niemand versperren darf." Er
appellierte an die Handelskonzerne, ihren Beitrag zur sogenannten
Initiative Tierwohl von derzeit vier Cent pro Kilo auf dann zwölf
Cent aufzustocken. Das Geld soll in einen vom Handel gespeisten Fonds
fließen und dann im Gegenzug für bessere Haltungsbedingungen in
Ställen an die Landwirte ausgeschüttet werden.
Bei einem Tierwohl-Beitrag von zwölf Cent könnte jeder Schweine-
und Geflügelhalter in Deutschland teilnehmen, sagte Rukwied. Im
ersten Anlauf hatten sich etwa doppelt so viele Schweinehalter
angemeldet, wie Geld im Topf war. Die Hälfte der Bauern ging leer
aus, hatte aber häufig vorab bereits in die Stallanlagen investiert.
Seitdem ist unklar, wie es weiter geht. "Leider verfangen wir uns
derzeit in sehr kleinteiligen Diskussionen", beklagte Rukwied und
appellierte: "Die Landwirte sind hier in Vorleistung gegangen, jetzt
müssen die anderen Partner mitziehen."
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Datum: 12.01.2016 - 05:00 Uhr
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