Chronische Erkrankungen: Jeder zweite Berufstätige fürchtet sich vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz
ID: 1307824
persönliche chronische Erkrankungen bei der Arbeit geheim halten
Jeder zweite Berufstätige in Deutschland fürchtet, im Falle einer
intimen chronischen Erkrankung in seinem Arbeitsleben stark oder sehr
stark eingeschränkt zu werden. Sie erwarten vor allem, in ihrer
beruflichen Weiterentwicklung gebremst zu werden, dass die eigene
Arbeitsleistung leiden könnte oder dass schon die weitere Ausübung
ihrer bisherigen Tätigkeit problematisch werden würde. Das zeigt die
Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" der Coloplast GmbH. Für die
Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000
Bundesbürger ab 18 Jahren.
Trotz aller Anstrengungen für die Inklusion von Menschen mit
Behinderungen oder chronischen Krankheiten im Arbeitsleben rechnet
die Mehrheit der berufstätigen Deutschen mit großen Schwierigkeiten,
sollten sie an einem sehr persönlichen dauerhaften Leiden erkranken.
Jeweils 51 Prozent befürchten, dass dies ihre eigene Arbeitsleistung
und ihre berufliche Weiterentwicklung einschränken würde. Die Hälfte
geht davon aus, dass eine intime chronische Erkrankung wie zum
Beispiel Inkontinenz die weitere Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit
einschränken würde. 49 Prozent fürchten, das Vertrauen in ihre
eigenen Fähigkeiten zu verlieren. 43 Prozent erwarten, dass die
Beziehungen zu ihren Arbeitskollegen darunter stark oder sehr stark
leiden würden. 42 Prozent befürchten sogar, dass so eine dauerhafte
Erkrankung sie stark oder sehr stark darin einschränken könnte,
überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können.
Junge Berufstätige fürchten Krankheitsfolgen am meisten
Am stärksten ausgeprägt sind diese Ängste unter jungen Leuten.
Mehr als alles andere fürchten die Berufstätigen im Alter von 18 bis
29 Jahren, ihre bisherige Tätigkeit nicht weiter ausüben zu können.
71 Prozent von ihnen rechnen hier mit starken oder sehr starken
Einschränkungen. Direkt dahinter folgt mit 69 Prozent die Angst, die
eigene Arbeitsleistung könnte unter einer sehr persönlichen
chronischen Erkrankung leiden. "Die Zahlen zeigen, dass beim Thema
Inklusion am Arbeitsplatz noch viel zu tun ist. Wir müssen Ängste
abbauen und zeigen, dass eine chronische Krankheit nicht automatisch
die berufliche Leistungsfähigkeit ausbremst", sagt Michael Zwick,
Geschäftsführer Coloplast Deutschland. "Zumal es heute für viele
persönliche, dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen qualitativ
hochwertige, sichere und diskrete Hilfsmittel gibt. Sie ermöglichen
den Betroffenen eine erfolgreiche, aktive Teilnahme am Berufsleben."
Jeder Vierte würde chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz geheim
halten
Die meisten Menschen könnten sich nicht vorstellen, eine
persönliche chronische Erkrankung mit ihrem gesamten Kollegenkreis zu
teilen. Nur 15 Prozent der Deutschen würden im Falle einer intimen
chronischen Krankheit diese mit allen Kollegen besprechen. 59 Prozent
sprächen mit wenigen, ihnen besonders nahstehenden Kollegen über die
Erkrankung. Mit 26 Prozent würde mehr als jeder vierte Deutsche die
Krankheit am Arbeitsplatz komplett geheim halten. "Es besteht keine
Verpflichtung, eine chronische Erkrankung bei der Arbeit bekannt zu
machen, die die Arbeitsleistung nicht dauerhaft mindert und andere
Menschen oder den Betriebsablauf nicht gefährden", erläutert Zwick.
"In einem vertrauens- und verständnisvollen Arbeitsumfeld kann der
offene Umgang mit einer chronischen Erkrankung aber vieles einfacher
machen und Problemen vorbeugen." Deswegen ist neben einer
medizinischen Versorgung nach dem aktuellsten Stand der Technik der
wichtigste Schritt zur erfolgreichen Inklusion, dass Arbeitgeber und
nicht erkrankte Mitarbeiter ihre Vorurteile gegenüber Menschen mit
Behinderungen und chronischen Krankheiten abbauen.
Hintergrundinformationen
Für die Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" wurden in einer für
die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger
ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr
2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die
Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.
Weitere Informationen und eine Infografik mit Detailergebnissen
finden Sie unter: http://www.coloplast.de/inklusionunternehmen.
Über die Coloplast GmbH
Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und
Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.
Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung,
Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug
zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.
Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt
mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in
mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark,
Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in
Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht
seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.
Pressekontakt:
Yvonne Dolberg
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-950
E-Mail: deyd@coloplast.com
Internet: http://www.coloplast.de
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Datum: 13.01.2016 - 11:00 Uhr
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