Auch günstige Krankenkassen können gut sein
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sparen, wenn sie bereit sind, die Krankenkasse zu wechseln. Eine
günstige Kasse muss dabei auf keinen Fall schlecht sein. Das
gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat gesetzliche
Krankenversicherungen getestet und besonders empfehlenswerte
ermittelt. Eine sehr gute Leistung zum günstigsten Preis bietet die
HKK. Sie hat sehr gute Zusatzleistungen in Sachen Vorsorge,
Familienleistungen und alternativer Medizin.
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind zu 95 Prozent
gleich - doch mit den restlichen Zusatzleistungen kämpfen sie um
Versicherte. Auch der Zusatzbeitrag, den die Kassen über den
allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinaus fordern, spielt eine
wichtige Rolle. "Bis zu 559 Euro jährlich können Versicherte ab einem
Monatseinkommen von 4.237 Euro brutto im Vergleich zum Durchschnitt
der Kassen sparen, wenn sie wechseln. Bei 2.000 Euro Monatseinkommen
sind es noch 264 Euro", erklärt Annika Krempel, Versicherungsexpertin
bei Finanztip. Beim Wechsel von einer teuren Kasse zur preiswertesten
sind sogar noch höhere Ersparnisse drin.
Niedriger Beitrag und gute Leistung
Dass ein gutes Paket an Zusatzleistungen nicht unbedingt einen
hohen Beitrag erfordert, beweist die HKK. Sie ist mit 15,19 Prozent
die günstigste bundesweit zugängliche Kasse. "Die HKK bietet gute
Leistungen in allen Bereichen und ist daher eine Empfehlung für
jeden", sagt Krempel. Ein noch etwas größeres Angebot gibt es bei der
HEK. "Die Kasse hatte in unserem Test die umfassendsten Leistungen.
Der Beitrag liegt mit 15,6 Prozent außerdem noch unter dem
Durchschnitt." Die HEK bezahlt alternative Medizin und übernimmt die
Kosten für Reiseimpfungen komplett. Auch im Bereich Vorsorge ist sie
stark, bezahlt beispielsweise zusätzliche Untersuchungen in der
Schwangerschaft.
Die beste Kasse gibt es nicht
Wer darüber hinaus Wert auf eine Geschäftsstelle vor Ort legt, ist
bei der Techniker Krankenkasse (TK) gut aufgehoben. Bei der
Zahnvorsorge allerdings spart die TK an ihren Versicherten. Mit 9,5
Millionen Mitgliedern ist die TK die größte gesetzliche Krankenkasse.
Zum Vergleich: Die DAK hat 6,1 Millionen Mitglieder und einen
Beitragssatz von 16,1 Prozent. Damit gehört die DAK zu den größten,
teuren Versicherungen. "Bei den Leistungen kommt es darauf an, was
dem Einzelnen wichtig ist", betont Krempel. Die BKK24 etwa hat gute
Leistungen bei der alternativen Medizin und im Zahnbereich. Doch
Vorsorge und Familienleistungen kommen bei dieser Kasse zu kurz. Der
Beitragssatz liegt bei 15,7 Prozent. Wem es nur auf den Preis
ankommt, der kann auch zu einer günstigen regionalen Kasse wechseln.
Eine Übersicht der günstigsten Anbieter in den einzelnen
Bundesländern gibt es auf der Website von Finanztip.
Der Wechsel ist mit zwei Schreiben erledigt
Wer Mitglied bei einer anderen Kasse werden möchte, kündigt bei
der alten Versicherung und schickt der neuen einen Mitgliedsantrag.
Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate. Ablehnen dürfen die 90 für
alle Versicherten geöffneten Kassen niemanden. Ganz einfach ist die
Kündigung mit dem kostenlosen Musterschreiben von Finanztip. Klappt
es mit dem Wechsel nicht, bleibt man automatisch bei der letzten
Kasse versichert. Insgesamt waren laut Spitzenverband der
gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2014 rund 71 Millionen Menschen
gesetzlich versichert.
Weitere Informationen
Test zu den gesetzlichen Krankenkassen:
http://www.finanztip.de/gkv/gkv-test/ Ratgeber zu gesetzlichen
Krankenkassen: http://www.finanztip.de/gkv
Das Musterschreiben zum Kündigen: http://ots.de/IwvOq
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Datum: 14.01.2016 - 11:30 Uhr
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