Wir haben es satt: Stopp der Massentierhaltung und dem Preisdumping
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Wir haben es satt: Stopp der Massentierhaltung und dem Preisdumping
Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die hohe Zustimmung zum Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg zeigt: Immer mehr Menschen haben es satt, dass Tiere in regelrechten Fabriken gehalten werden. Sie wünschen sich eine umweltfreundliche Landwirtschaft ohne Mega-Mastanlagen, Antibiotikamissbrauch und Pestizide. Das System der herkömmlichen Intensivtierhaltung befördert Preisdumping und verhindert damit eine tiergerechte Haltung. Massive Gesundheitsprobleme sind die Folge. Damit muss endlich Schluss sein.
Doch noch dominiert die industrielle Landwirtschaft, im Land und auf der Grünen Woche. Unfaire Preise für Milch und Schweinefleisch bringen immer mehr Bäuerinnen und Bauern um die Existenz. Immer mehr kleine und mittlere Betriebe müssen aufgeben. Der Ökolandbau stagniert trotz boomender Nachfrage. Immer mehr Megaställe befeuern eine industrielle Fleischproduktion für den Export, die wenig Rücksicht nimmt auf Menschen, Tiere und Umwelt.
Es ist Zeit für eine Agrarwende hin zu einer Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie. Wir wollen eine Landwirtschaft, die Tiere artgerecht behandelt, die das Klima schützt und die Artenvielfalt bewahrt. Eine Landwirtschaft, die Bäuerinnen und Bauern jenseits des Wachsens oder Weichens eine Perspektive bietet. Dazu müssen Umweltleistungen und Tierschutz stärker belohnt werden, statt Agrarmittel mit der Gießkanne zu verteilen. Wir wollen faire Preise für gute Lebensmittel, eine Flächenbindung statt öffentlicher Förderung für Mega-Mastanlagen sowie mehr Tierschutz bei der Haltung, einen Stopp des Antibiotikamissbrauchs und eine bessere Förderung des Ökolandbaus. Dafür werden wir am Samstag mit dem Bündnis ?Wir haben es satt? mobilisieren."
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Datum: 15.01.2016 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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