Verheugen: 2016 wird Schicksalsjahr für die EU
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Verheugen: 2016 wird Schicksalsjahr für die EU
Sorgen machen ihm insbesondere die vielen populistischen und nationalistischen Parteien in Europa. Verheugen: "Es gibt eine solche Zusammenballung von Krisen und Problemen, dass man angesichts der Führungsschwäche in den meisten EU-Ländern und den Brüssel Institutionen, Zweifel am Überleben habe kann."
In der Flüchtlingskrise gibt Verheugen auch Deutschland eine Mitschuld. "Solange die Flüchtlinge ein Problem war, das alleine Griechenland und Italien betraf, solange hat man in Deutschland das Wort europäische Solidarität in der Flüchtlingsfrage nicht gehört." Verheugen: "Was wir jetzt erleben ist teilweise doch auch eine Quittung dafür, dass eine ganze Reihe von europäischen Staaten sich von Berlin seit Jahren gegängelt und bevormundet fühlt."
Er gehe deshalb nicht davon aus, dass es in der Flüchtlingskrise in diesem Jahr zu einer europäischen Lösung kommen werde. "Hinter vorgehaltener Hand hört man in den Hauptstädten, ihr Deutschen habt doch diese Welle in Gang gesetzt, ihr habt sie eingeladen, nun seht mal zu, wie ihr damit zurecht kommt."
Im Umgang mit Polen plädiert Verheugen für Mäßigung. "Ich rate zu großer, großer Zurückhaltung wenn es darum geht, jetzt mit dem Finger auf Polen zu zeigen." Im Fall Polen werde sehr "schnell zugeschlagen", während mit Ungarn grenzenlose Geduld geübt werde. Verheugen: "Wenn es ein Volk in Europa gibt, bei dem wir uns darauf verlassen können, das es sich um seine Demokratie selber kümmern kann, dann sind es die Polen."
Am Ende glaube er aber trotzdem, "dass wir alle zusammen nicht so blind und töricht sein werden, das wir das Beste aufgeben, was wir in unserer Geschichte bisher überhaupt geschafft haben".
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Datum: 18.01.2016 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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