Kinder nichtüberfordern - Hirnforscher: Kinder müssen sich in Ruhe entwickeln können
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des Bremer Hirnforschers Prof. Gerhard Roth übertriebenen Ehrgeiz und
Fördereifer vermeiden. "Die Meinung, man könne nicht früh genug mit
Förderung beginnen, ist extrem verbreitet", sagte der
Entwicklungsneurobiologe dem Apothekenmagazin "Baby und Familie".
"Dabei wird oft völlig außer Acht gelassen, dass eine Überforderung
die kindliche Psyche und die natürliche Intelligenzentwicklung
zerstören kann." In den ersten drei Jahren müsse man Kinder sich in
Ruhe entwickeln lassen. "Natürlich sollten Eltern ihnen verschiedene
Angebote machen, aber sie dürfen keinerlei Druck auf sie ausüben",
mahnt Roth. Dem Kölner Erziehungswissenschaftler Prof. Marc Schulz
zufolge herrscht bei vielen Müttern und Vätern eine starre
Vorstellung von Entwicklungsschritten, also davon, wann ein Kind zum
Beispiel zu krabbeln oder zu laufen habe. "Das ist ein deutsches
Phänomen", sagt er und weist darauf hin, dass große Unterschiede in
der Entwicklung normal seien.
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Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
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Datum: 28.01.2016 - 08:45 Uhr
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