Betreuungsgeld ist keine Lösung, sondern ein Problem

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Betreuungsgeld ist keine Lösung, sondern ein Problem



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"Das Betreuungsgeld wird zum verstärkten Ausstieg junger Frauen aus dem Beruf führen", warnt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Cornelia Möhring. "Besonders für Familien mit geringem Einkommen stellen 150 Euro zusätzlich im Monat einen großen Anreiz dar, kleine Kinder künftig lieber selbst zu Hause zu betreuen. Das Betreuungsgeld ist also keine Lösung, sondern ein weiteres Problem." Möhring weiter:

"Die angebliche Wahlfreiheit der Eltern wird durch ein Betreuungsgeld nicht verbessert, sondern weiter eingeschränkt und die 'klassische', aber unzeitgemäße Einverdiener-Familie zu Lasten von Frauen gestärkt. Eine echte Wahlfreiheit kann es nur geben, wenn Arbeitsplätze und Kinderbetreuungseinrichtungen in ausreichender Zahl und Qualität vorhanden sind.

Alarmierend ist darüber hinaus, dass mit diesem Betreuungsgeld Kinder aus ärmeren Familien künftig noch weniger Chancen auf Förderung ihrer Talente außerhalb der Familie hätten.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und qualitativ gutes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen für alle Kinder bereitzustellen. Das wäre ein Signal sowohl für junge Frauen als auch für die Zukunft der Kinder."

F.d.R. Christian Posselt


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Datum: 29.10.2009 - 19:48 Uhr
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