Thüringische Landeszeitung: Dumme Sprüche - Oettinger, Petry und das Netz / Leitartikel von Gerlinde Sommer zur entgleisten Sprücheklopferei von Günther Oettinger über Frauke Petry von der AfD
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Frauke Petry? CDU-Mann Günther Oettinger wollte womöglich einen
coolen Spruch ablassen, was nicht zu seiner Meisterdisziplin zählt.
Er wird nun mit seiner Dösbaddelei zum Politikum. Womöglich hat er
das Thema "Schießen an der Grenze auf Frau und Kind" in seiner
völligen Absurdität auf die Spitze treiben wollen. Das, so ließe sich
sagen, hat er dann ja auch irgendwie geschafft ...
Es ist nur so: Schon seit mindestens einer Woche ist sich die AfD
einig, dass das alles nicht so gemeint war. Ich habe es selbst beim
AfD-Aschermittwoch in Baden-Württemberg von den Vertretern aller
Strömungen innerhalb der strömungsreichen AfD gehört. Damit ist das
Thema durch. Und für Oettinger gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft
das Leben. Heutzutage natürlich eher das Netz. Von der Berliner
Veranstaltung hätten ja früher nicht viele Menschen Kenntnis gehabt.
Heute ist das was für Twitter und Co, all die großen
Erregungsmaschinchen, wo jeder den anderen so lang piesacken kann,
bis eine neue Dummheit die unbedingte Reaktion verlangt.
Oettinger, einstmals baden-württembergischer Ministerpräsident,
hätte es wissen können. Er ist doch seit 2014 EU-Kommissar für
Digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Übrigens einfach toll, wenn er
in dieser Rolle auf SWR3 hochgenommen wird - auf Oettinger-Englisch.
Da hat er die Lacher zurecht auf seiner Seite.
Nun aber sollte er sich eine Schwätzpause gönnen und seinem
Parteifreund Guido Wolf lieber durch Schweigen Wahlkampfhilfe
leisten. Wolf jedenfalls nennt Petry und ihre Partei erst gar nicht
beim Namen sondern verweist nur darauf, dass jene falsch liegen, die
mit Angst Politik machen wollen.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
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Norbert Block
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Datum: 17.02.2016 - 07:00 Uhr
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