Südwest Presse: KOMMENTAR · GLYPHOSAT
ID: 1325992
Selten nimmt ein Streit solche Züge an wie der um die
Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat und seiner chemischen
Beiprodukte in der EU. Emotionen mögen zu solch einem Konflikt
gehören. Besonders hilfreich sind sie nicht. Dass sich mittlerweile
im Urin, in Muttermilch, in Ackerböden, Gewässern oder im Bier
geringe Mengen der Substanz finden, erstaunt nicht. Es handelt sich
dabei um das weltweit meistbenutzte Herbizid. Deshalb ist um so
nüchterner abzuwägen, ob es genügend Anhaltspunkte gibt, um im Sinne
eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes den Chemikalienmix weiter
zuzulassen oder nicht. Entscheidend ist, dass das Spritzmittel auf
den Stoffwechsel von Pflanzen, bei Tieren und Menschen auf den
Hormonhaushalt wirkt. In diesem Fall geht es dann nicht um die Frage,
wie viele millionstel Gramm ein Organismus zu sich nehmen kann, ohne
geschädigt zu werden. Entscheidend ist, ob der hochsensible
Hormonhaushalt durch die Rückstände auf längere Sicht aus dem Lot
gerät. Zahlreiche Untersuchungen sprechen genau dafür. Deshalb müssen
die Verantwortlichen in der EU exakt abwägen, ob sie die
nachgewiesenen Risiken einer zunehmenden Anreicherung der Substanzen
in den Organismen akzeptieren. Bier- und anderen Freunden
alkoholischer Getränke dürfte hingegen klar sein: Übermäßiger Konsum
schadet nicht nur der Leber. Ein Vollrausch zerstört auch tausende
Gehirnzellen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.02.2016 - 19:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1325992
Anzahl Zeichen: 1671
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 439 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: KOMMENTAR · GLYPHOSAT"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Mittelbayerische Zeitung: Das Flüchtlings-Domino / Deutschland verschärft das Asylrecht - und Österreich gibt den Schwarzen Peter an die Griechen weiter. Leitartikel von Stefan Stark ...
Nach wochenlangem Gehänge und Gewürge ist das Asylpaket II mit dem Plazet des Bundestags nun auf dem Weg. Gemessen an dem Theater, das die große Koalition darum gemacht hat, fallen die Ergebnisse jedoch bescheiden aus. Vor allem, wenn man sie in Relation zur ganzen Dimension der Flüchtlingskri
Mitteldeutsche Zeitung: zu Lehrer-Studie ...
Es ist wie im Sport: Eine gute Mannschaft braucht einen noch besseren Trainer, der vor allem dafür sorgt, dass alle zusammen mehr sind als nur die Summe ihrer Einzelleistungen. Ein Kollegium zu leiten, ist eine hochkomplexe Management-Aufgabe, die viel menschliches Geschick erfordert. Darauf m
Mitteldeutsche Zeitung: zu Flüchtlingen/Österreich ...
Um sich aus der europäischen Solidarität hinauszuschleichen, musste man in Wien, Graz oder Innsbruck nicht groß umdenken. Das wirft ein Schlaglicht auf das System, das da gerade scheitert. Die Möglichkeit, auf EU-Gipfeln aufzutrumpfen, dramatische Initiativen in die Welt zu rufen, stand den
Berliner Zeitung: Kommentar zur RolleÖsterreichs in der europäischen Flüchtlingsdebatte: ...
Mehr als jedes andere Land in der EU ist Österreich auf Stabilität an der Südostgrenze angewiesen. Hier, auf dem Balkan, liegen Österreichs Interessen. Würde Wien tatsächlich wie eine strategisch planende Macht handeln, wie eine autonome Nation aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, dürfte




