Bildung hilft, damit Armut nicht vererbt wird

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Caritas zur Landtagswahl: Bildungspolitisch eingeschlagene Weg dringend fortsetzen



(firmenpresse) - Stuttgart/Freiburg - In Baden-Württemberg hat sich in den vergangenen Jahren bildungspolitisch viel positiv bewegt: Der Ausbau der Ganztagesschulen und der Frühen Hilfen hat gerade für Kin-der aus armen Familien die Türen zu mehr Bildungsgerechtigkeit geöffnet. Soll die Herkunft nicht länger über die Bildungschancen eines Kindes entscheiden, muss aus Sicht der Caritas im Land dieser bildungspolitisch eingeschlagene Weg auch nach der Landtagswahl dringend fortgesetzt werden. "Jeder Baustein, der Kindern und Jugendlichen hilft, sich altersgemäß zu entwickeln und neben schulischen auch soziale Fähigkeiten zu erlernen, bewegt einiges in die richtige Richtung", so die Caritasvorstände Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Stuttgart) und Mathea Schneider (Freiburg). "Vor diesem Hintergrund appellieren wir an alle Parteien, diese Bemühungen fortzusetzen und Bildung weiterhin zur Chefsache zu machen." Nur durch den kontinuierlichen Ausbau der Eltern- und Familienbildung, weiterer Betreuungsangebote wie der Verlässlichen Grundschule, Schulsozialarbeit und vor allem der Ganztagesschule erhielten Kinder mit erhöhtem Armutsrisiko die Chance auf Bildung. Diese sei Voraussetzung, damit diese Kinder sich einmal selbst versorgen und damit die "soziale Vererbung" überwinden könnten. Wie der aktuelle Armuts- und Reichtumsbericht des Landes eindeutig belegt hat, bestimmt die soziale Herkunft immer noch maßgeblich über den Bildungserfolg.

Unter der Überschrift "Bildungsgerechtigkeit: Gleiche Chancen am Start für alle" markiert die Caritas in Baden-Württemberg auf der Seite www.caritas-waehlt.de ihre Haltung zur sozial- und bildungspolitischen Gestaltung des Landes. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl bewerten die Landtagskandidaten der im Parlament bisher vertretenen Parteien auf dieser Internetseite die Haltung der Caritas zur Bildungsgerechtigkeit. Die Wähler können sich hier ein Bild davon machen, welche Ansätze die Kandidaten ihres Wahlkreises vertreten. Die Caritas in Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, dass alle Kinder von Anfang an und unabhängig von ihrer Herkunft die Chance erhalten, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln.



So hält die Caritas den Ausbau der Sprachförderung für alle Kinder im Land für zentral, insbesondere auch für Kinder aus Flüchtlingsfamilien. "Nur durch den Spracherwerb erhalten Kinder mit Fluchterfahrung frühzeitig die Chance, Teil unserer Gesellschaft zu werden", so die Caritasvorstände. Interkulturelles Lernen und auch Know How rund um Gesundheitsförderung oder Gewaltprävention gelte es zu fördern.

Die Caritas in Baden-Württemberg sieht ferner in einer umfassenden Bildung die Grundlage für eine gelingende berufliche Ausbildung und somit für ein gesichertes Einkommen. Gerade Übergänge zwischen Kindergarten, Schulen und Ausbildung seien für viele Kinder und Jugendliche problematisch. Daher sei die künftige Landesregierung gefordert, Kinder vom frühen Kindesalter an bis zum Übergang in das Erwachsenendasein konsistent zu fördern und zu unterstützen. Hierfür müssten Kita, Schulen und Ausbildung miteinander vernetzt werden.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.



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Eva-Maria Bolay
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Datum: 29.02.2016 - 10:45 Uhr
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