Vattenfall holt erste Fässer aus den Kavernen
ID: 1327087

(PresseBox) - Vattenfall hat heute, 29.02.2016, begonnen, die ersten Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus den Kavernen 2 und 4 im Kraftwerk Brunsbüttel zu heben. Bei der Öffnung der Kavernen wurden keine erhöhten Feuchtigkeitswerte festgestellt, auch die radiologische Messung hatte keinen erhöhten Wert gezeigt. Gestartet wurde mit der Entladung eines Fasses mit Filterkonzentrat aus Kaverne 4 (siehe Bild vom Monitor). Nach erfolgreicher Messung der Restfeuchte konnte das Fass in die Pulverharz-Umsauganlage eingestellt und der Umsaugvorgang gestartet werden. Im nächsten Schritt wird nun ein Fass mit Verdampferkonzentrat entnommen.
In Kaverne 2 befinden sich 118 Fässer und in Kaverne 4 insgesamt 70 Fässer. Nach jetziger Planung soll die Leerung dieser beiden Kavernen Ende Oktober 2016 abgeschlossen werden. Die Handhabung der Fässer erfolgt grundsätzlich fernhantiert in einer Einhausung, die als zusätzliche Absicherung dient (siehe Grafik).
Die insgesamt 632 Fässer enthalten im Wesentlichen Abfälle aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks (Filterharze und Verdampferkonzentrate). Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten. Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung. Die Fässer mit Filterkonzentrat werden über den Kran zur Pulverharz-Umsauganlage (PUSA) gebracht, wo der Inhalt aus den Fässern in endlagerfähige Container umgesaugt wird. Die Fässer mit Verdampferkonzentrat werden in einer Trocknungsanlage nachgetrocknet und samt Fass in endlagerfähige Container gestellt.
Die Kavernen und die Fässer waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten gemäß gesetzlicher Regelung nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90?er Jahre fertiggestellt werden. Wegen seiner Nichtverfügbarkeit wurden die Fässer in den Kavernen des Kraftwerks abgestellt. Zuletzt waren die Jahre 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine für Schacht Konrad genannt worden, aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025.
Vattenfall hatte im Jahr 2014 die Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen mit einer eigens entwickelten Spezialkamera inspiziert und je nach Befund in Kategorien eingeteilt. Entsprechend der Kategorie kommen verschiedene Greifvorrichtungen zum Einsatz: Fässer ohne oder mit geringfügigen Auffälligkeiten werden am Deckel gehandhabt. Fässer mit mittelschweren oder starken Auffälligkeiten werden über den Deckel-Boden-Greifer gehandhabt.
Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und in Beisein von Sachverständigen.
Vattenfall ist ein Energieversorgungsunternehmen, das sich zu 100 Prozent im schwedischen Staatsbesitz befindet und in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Finnland tätig ist. Die Vision des Unternehmens ist, mit einem starken und breitgefächerten Erzeugungsportfolio in der Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung eine führende Rolle zu spielen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Vattenfall ist ein Energieversorgungsunternehmen, das sich zu 100 Prozent im schwedischen Staatsbesitz befindet und in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Finnland tätig ist. Die Vision des Unternehmens ist, mit einem starken und breitgefächerten Erzeugungsportfolio in der Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung eine führende Rolle zu spielen.
Datum: 29.02.2016 - 14:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1327087
Anzahl Zeichen: 3394
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 435 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vattenfall holt erste Fässer aus den Kavernen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Vattenfall GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Vattenfall kann für die ersten neun Monate des Jahres 2016 ein bereinigtes Betriebsergebnis in Höhe von 14,6 Milliarden Schwedischen Kronen (SEK) ausweisen. Der Gewinn nach Steuern wurde in diesem Zeitraum durch Wertberichtigungen im 2. Quartal erheblich belastet. ?Das dritte Quartal stel
Internationales Schiedsgerichtsverfahren Vattenfall gegen die Bundesrepublik Deutschland ...
Die mündliche Verhandlung zum Schiedsverfahren von Vattenfall gegen die Bundesrepublik Deutschland beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (International Centre for Settlement of Investment Disputes, ICSID) in Washington startet am Montag, den 10. Oktober um 10.00
Das Kraftwerk Moorburg wird zum Heizkraftwerk ...
Das Kraftwerk Moorburg wird zum Heizkraftwerk: Im Herbst dieses Jahres wird die Anlage mit der Lieferung von Prozessdampf an die benachbarte Holborn Europa Raffinerie GmbH beginnen. Damit wird eine erste Teilmenge der verfügbaren Wärme genutzt Die Belieferung des neuen Kunden wird über e
Weitere Mitteilungen von Vattenfall GmbH
Schleupen AG erhält Zertifikat für Sub-CA ...
Um die automatisierten Kommunikationsprozesse rund um die Smart Meter Gateway Administration sicher zu gestalten, sind in den Technischen Richtlinien (TR) verschlüsselte und integritätsgesicherte Kommunikationskanäle vorgeschrieben. Damit die sensiblen Daten vor Missbrauch geschützt sind, wurde
Windenergieanlage an der Emscher steht nun! ...
Die neue Windenergieanlage an der Emscher, die künftig das benachbarte Klärwerk der Emschergenossenschaft mit Strom versorgen soll, steht! Zum Wochenende hat die BETREM Emscherbrennstoffe GmbH (BETREM) auf ihrem Grundstück am Sturmshof nun auch die Rotorblätter zusammenmontiert und an den Mast
Papierhersteller UPM unterstützt Energiewende in Bayern / Bayerns Wirtschafsministerin Aigner besucht Teilnehmer des dena-Pilotprojekts Demand Side Management Bayern (FOTO) ...
Bayerns Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner hat am Montag eines der Unternehmen in Bayern besucht, das bereits seinen Stromverbrauch an die aktuelle Situation im Stromsystem anpasst. Der Papierhersteller UPM GmbH in Schongau gehört zu den Vorreiterunternehmen, die derzeit in eine
Neues Positionspapier zur klimafreundlichen Umgestaltung des Wärmesektors ...
Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht "Blaupause Wärmewende - für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Wärme" Die Energiewende in Deutschland ist bis heute weitgehend eine Stromwende. Vorhandenes Potential, um im Wärmebereich CO2 und Energie einzusparen wird nicht ausgeschöpft.




