Kakaoanbau und tropische Lebensräume profitieren von Kraft Foods’ steigender Nachfrage nach nachh

Kakaoanbau und tropische Lebensräume profitieren von Kraft Foods’ steigender Nachfrage nach nachhaltig erzeugten Rohwaren

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Jetzt gibt es gute Nachrichten für Schokoladenfans: Die internationale Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance teilt mit, dass Kraft Foods künftig ausschließlich Kakaobohnen von Rainforest Alliance Certified™-Farmen für seine gesamte Côte d’Or- und Marabou-Produktreihe verwenden wird. Diese Selbstverpflichtung summiert sich auf eine Abnahmemenge von rund 30.000 Tonnen Kakao bis 2012.




(firmenpresse) - Dies ist ein bemerkenswerter Schritt für den europäischen Schokoladenmarkt. Von ihm profitieren die Umwelt wie auch die Kakaobauern und ihre Familien in den Anbauländern. Gestartet mit ersten Initiativen 2005 an der Elfenbeinküste, bringt Kraft Foods jetzt die ersten daraus resultierenden Schokoladenprodukte in die europäischen Konsumentenmärkte. Sie tragen das „Rainforest Alliance Certified™“-Siegel. Beginnend mit Frankreich und Belgien, werden alle Côte d’Or Premium-Schokoladentafeln mindestens 30 Prozent Kakao aus nachhaltiger Erzeugung enthalten. In den kommenden Monaten werden die gesiegelten Côte d’Or-Schokoladen auch in England, Deutschland, Spanien, Ungarn, Polen, den Niederlanden, Kanada und in den USA auf den Markt kommen. In Schweden, Dänemark und Finnland werden sie unter der dort heimischen Marke Marabou, in Österreich und der Schweiz unter Suchard von Schokofans zu erwerben sein. Bis Ende 2012 wird dann der gesamte Kakao für Côte d’Or und Marabou aus nachhaltigem Anbau von dafür zertifizierten Farmen stammen.

Edward Millard, Director Sustainable Landscapes bei der Rainforest Alliance und verantwortlich für die Kakaoprojekte der Organisation, sagt: “Eine der Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit Kakaobauern an der Elfenbeinküste und in anderen westafrikanischen Ländern ist, dass ihnen im Gegensatz zu den Bauern in Lateinamerika Zertifizierung noch unbekannt ist. Den Farmern die Bedeutung von zertifiziertem Anbau nahe zu bringen und aufzuzeigen was alles dazu gehört, bedeutet einen gehörigen Aufwand an Praxistraining und an Schulungen vor Ort.”

Kakaobauern sind nahezu ausnahmslos Klein- und Kleinstunternehmer mit wenigen Beschäftigten. Alle Farmen, die als „Rainforest Alliance Certified™“ ausgezeichnet wurden, erfüllen die umwelt-, sozial- und wirtschaftsbezogenen Standards des Netzwerks für nachhaltige Landwirtschaft „Sustainable Agriculture Network“ (SAN). Die SAN-Standards verlangen den Erhalt der Ökosysteme, die Einhaltung arbeitsrechtliche und Arbeitssicherheits-Bestimmungen gemäß ILO-Kernkriterien, Schutz von natürlich vorkommenden wild lebenden Tier- und Pflanzenarten, Schutz von Gewässern und Boden, Reduzierung von Agrochemikalien – synthetischen Düngern und Pestiziden –, angemessenen Wohnraum und ordnungsgemäße und angemessene Löhne und Arbeitsverträge.



Über 2.000 ivorische Kakaobauern und ihre Familien profitieren jetzt von der Zertifizierung „Rainforest Alliance Certified™“. Qualitativ bessere Ernten und deutliche Produktivitätssteigerung, in manchen Fällen um mehr als 50 Prozent, waren die ersten spürbaren Ergebnisse. Der Rückgang des Befalls mit „Black Pod“ (Fruchtfäule) um bis zu einem Drittel ein weiteres. Und auch die Einkommen der Farmer stiegen. Das ermutigt auf lange Sicht mehr und mehr Kakaobauern dazu, auf eine Zertifizierung hinzuarbeiten, um sowohl ihre Lebensbedingungen als auch ihre Umwelt zu verbessern.

Pascal Bourdin, Senior Vice President von Kraft Foods und Geschäftsführer European Chocolate Business, glaubt, dass zertifizierte Farmen auf lange Sicht qualitativ hochwertige Kakaobohnen liefern. „Côte d’Or und Marabou sind zwei unserer Premium-Schokoladenmarken. Wenn wir Kakao von zertifizierten Farmen verwenden, können wir den Verbrauchern weiterhin ein intensives Genusserlebnis bereiten und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Kakaofarmer verbessern und die Versorgung mit hochwertigem Kakao langfristig sicherstellen.“

Die Zertifizierung von Kakaofarmen begann 1997 in Ecuador, wo die Rainforest Alliance mit Farmern erfolgreich an der Einführung nachhaltiger Methoden arbeitete. Dazu gehört unter anderem der Kakaoanbau unter dem natürlichen Schattendach anderer Baumarten. Das fördert die Artenvielfalt trägt dazu bei, die Abholzung einzudämmen. Pflanzen- und Tierarten, zu denen auch die natürlichen Bestäuber und die Fressfeinde von Kakaoschädlingen oder gefährdete Arten gehören, bietet sich natürlicher Lebensraum.

„Wir beobachten momentan, dass sich die gesamte Kakaoindustrie hin zu einer verantwortungs-bewussteren Produktion bewegt. Die erweiterte Zusage von Kraft Foods und auch jene von Mars, Kakao von Rainforest Alliance Certified™-Farmen zu beziehen, bringen das steigende Interesse der Kakaoindustrie zum Ausdruck. Unternehmen aus allen Bereichen der Versorgungskette, von der Kakaoverarbeitung bis hin zur Schokoladeherstellung, interessieren sich nun für Zertifizierungen“, sagt Edward Millard.

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Rainforest Alliance ist eine unabhängige nicht-regierungsgebundene Umweltschutzorganisation, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität) einsetzt und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Lebensgemeinschaften fördert. Sie engagiert sich für eine ökologisch verträgliche Landnutzung, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und ein werteorientiertes Verbraucherverhalten. Dafür ist sie weltweit in über 60 Ländern aktiv. Die Rainforest Alliance ist Mitglied im Sustainable Agriculture Network (SAN) – Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft. Das SAN ist die am längsten bestehende und größte Koalition von Nichtregierungs¬organisationen, deren Bestreben eine verbesserte Erzeugung von Rohstoffen in den tropischen Ländern ist. “Rainforest Alliance CertifiedTM”- Farmen müssen hohe Anforderungen hinsichtlich umwelt-, sozial und wirtschaftlich ausgerichteter Standards erfüllen. Um zertifiziert zu werden, müssen die Farmen unabhängigen Auditoren gegenüber nachweisen, dass sie erfolgreich zielführende Maßnahmen umsetzen. Dazu gehören etwa Wiederaufforstungsmaßnahmen, Gewässerschutz, Schutz natürlich vorkommender, wildlebender Tier- und Pflanzenarten, integrierte Schädlingsbekämpfung, verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen ebenso wie Beachtung der Arbeitsrechte, der Gesundheitsvorsorge und Fortbildung der Farmarbeiter.
Weitere Informationen: www.rainforest-alliance.org



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Datum: 04.11.2009 - 10:11 Uhr
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