Der verrückte Soldat, der Méribel gründete
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Das französische Skiresort Méribel entstand nur dank des exzentrischen Soldaten Peter Lindsay. Eine Fahrt von Genf nach Méribel dauert rund 2 Stunden.
Das frühe Leben von Peter Lindsay
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schottland geboren, studierte Lindsay bis 1918 in Eton. Dann fühlte er sich berufen, in den Krieg aufzubrechen und verließ seine sichere Heimat. Nach dem Krieg begann Lindsay, der ein geborener Geschäftsmann war, seine verheißungsvolle Karriere. Eine Leidenschaft, die ihn dabei immer wieder begleitete, war seine Liebe zum Wintersport.
Liebe zum Les Allues Gebirge
Auf einem seiner Wintersporturlaube fand sich Lindsay 1936 in den französischen Alpen, im sogenannten Les Allues Gebirge. Ein Freund, Arnold Lunn, hatte ihm zu einem Ausflug dorthin geraten. Er erzählte Lindsay, dass es dort ideale Voraussetzungen für Skisport gäbe: weitläufige Pisten und die Möglichkeit, Lavinen zu kontrollieren. Beides sind Kernelemente für ein Wintersportgebiet und sie lösten in Lindsay eine verrückte Idee aus – eine Idee, die die Geschichte für alle folgenden Skifans verändern sollte.
Lindsay verliebte sich schnell in das Les Allues Gebirge, das allerdings zur damaligen Zeit noch keine Infrastruktur besaß. So musste der Soldat den kompletten Berg hochlaufen, um dann wieder hinunter rasen zu können. Das störte auf Dauer und in Lindsays Kopf entwickelte sich langsam die Idee, dass hier etwas Großartiges entstehen könnte.
Verfestigt wurde die Idee, als Lindsay den Grafen Jean Gaillard de la Valdenne traf. Der charismatische Graf, welcher in der Region wohnte, stellte gerne das nötige Kapital zur Verfügung und zusammen mit Lindsays unternehmerischen Geschick entwickelten die beiden einen Plan zur Gründung und Entwicklung des neues Skiresorts Méribel!
Danach ging es alles sehr schnell: 1938 eröffnete der erste Skilift, in den nächsten Jahren folgten dann Unterkünfte und das Dörfchen nahm immer mehr Gestalt an. Zwar wurde Lindsay zwischenzeitlich noch zum Krieg einberufen, aber das hielt ihn nicht lange von seiner wahren Leidenschaft ab. So verpasste er nach dem Krieg sogar die Verleihung einer Medaille für seine Verdienste, nur um wieder nach Méribel zu reisen. Dort blieb er bis zu seinem Tod im Jahre 1971. Um ihn und seinen Einfluss zu ehren, wird dort jedes Jahr ein großes Sporttournier veranstaltet – ganz so, wie Lindsay es sich gewünscht hätte!
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Datum: 10.03.2016 - 12:09 Uhr
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