Arzneimitteldiebstähle: Behörde warnt vor Fälschungen
ID: 1337689
selten, doch in den kommenden Wochen ist erhöhte Aufmerksamkeit
gefragt. Wie der Branchendienst APOTHEKE ADHOC berichtet, wurden in
Italien hochpreisige Arzneimittel aus einer Krankenhausapotheke
gestohlen, die über Zwischenhändler auch deutschen Apotheken
angeboten werden könnten. Die Aufsichtsbehörden verstärken ihre
Kontrollen.
Ende Februar wurden laut Bericht aus einer italienischen
Krankenhausapotheke Medikamentendiebstähle in größerem Umfang
gemeldet. Die Arzneimittelaufsicht in Rom informierte die Behörden in
den anderen EU-Staaten im Rahmen des gemeinsamen Frühwarnsystems über
die Probleme.
Mehr als 80 verschiedene Arzneimittel wurden demnach gestohlen,
darunter Krebs- und Rheumamedikamente genauso wie Psychopharmaka
sowie Mittel gegen Multiple Sklerose, HIV und Diabetes. Insgesamt hat
die Liste 86 Einträge. Von einigen Präparaten wurden offenbar nur
einzelne Packungen entwendet, von anderen mehr als 50.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
hat die Aufsichtsbehörden der Länder informiert, auch Zoll- und
Bundeskriminalamt wurden eingeschaltet. Bei den infrage kommenden
Zwischenhändlern, den sogenannten Reimporteuren, werden die Bestände
überprüft. Die Unternehmen sind zuversichtlich, betroffene Produkte
vor der Auslieferung an die Apotheken aus dem Verkehr ziehen zu
können.
Bereits vor zwei Jahren sorgten in Italien gestohlene Arzneimittel
für Schlagzeilen. Die Medikamente waren über Zwischenhändler in ganz
Europa in die deutschen Apotheken gelangt; mehr als 40 Hersteller und
Reimporteure waren damals betroffen. Beinahe im Wochentakt mussten
die Apotheken ihr Lager auf gefälschte Arzneimittel durchsuchen.
Medikamente, die die legale Lieferkette verlassen haben, sind
damit aus Sicht der Behörden per se nicht verkehrsfähig. Echte
Manipulationen beispielsweise beim Wirkstoff sind in Deutschland
extrem selten.
Den vollständigen Beitrag finden Sie unter: http://ots.de/r4shD
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Datum: 24.03.2016 - 13:53 Uhr
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