Journalistische Recherche im Netz: Internet wichtigste Quelle,
bei Social Media Wikipedia vorn
ID: 1338599
Recherchequelle deutschsprachiger Journalisten, ihre eigene Kompetenz
diesbezüglich sehen sie allerdings eher skeptisch. Bei der
Social-Media-Recherche nutzen sie vor allem Wikipedia und vertrauen
in erster Linie den Kanälen von Zeitungen. Dies sind die wichtigsten
Ergebnisse einer Befragung von 1.428 hauptberuflichen Journalisten,
die der Verlag Rommerskirchen und die Hochschule Macromedia heute in
Leipzig sowie in den aktuellen Ausgaben der Fachzeitschriften
journalist und prmagazin vorstellen.
85 Prozent der befragten Journalisten nennen externe
Internetquellen als besonders wichtige Recherchequelle.
Telefongespräche (80,8 Prozent) und persönliche Gespräche (77,1
Prozent) folgen jedoch gleich dahinter. Pressematerialien liegen mit
59,3 Prozent auf dem vierten Platz. Beliebtestes soziales Medium für
die Recherche ist Wikipedia. Fast die Hälfte (49,7 Prozent) aller
Journalisten nutzt das Onlinelexikon häufig oder sehr häufig dazu.
Mit deutlichem Abstand folgen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter
und Xing (30,0 bis 9,6 Prozent). Generell gilt: Je jünger ein
Journalist ist, desto Social-Media-affiner ist er - mit Ausnahme von
Wikipedia. Das Onlinelexikon ist der Kanal der Älteren, auf Facebook,
YouTube und Twitter recherchieren eher die bis 45-Jährigen. Das
eigene Wissen in Sachen Onlinerecherche schätzen die Befragten
allerdings eher schlecht ein: Nur 25,1 Prozent der Befragten glauben
stark bis voll und ganz, dass sie umfassendes Wissen über die
Möglichkeiten der Onlinerecherche haben.
Vertrauen schenken Journalisten in den sozialen Netzwerken vor
allem Zeitungen, der Wissenschaft und anderen Journalisten. Behörden
und Regierungsstellen liegen im Mittelfeld der Vertrauensskala, ganz
unten rangieren Unternehmen und Parteien. Die Möglichkeiten der
Onlinerecherche sehen die befragten Journalisten insgesamt positiv:
Sie glauben, das sie dadurch besser und schneller recherchieren
können. An eine Verbesserung der Qualität ihrer Produkte dank der
neuen Recherchemöglichkeiten glauben die Befragten jedoch nicht.
"Für den Journalismus zeigen unsere Ergebnisse die Notwendigkeit
von noch mehr und besserer Qualifizierung im Bereich
Social-Media-Recherche und für die PR die Dringlichkeit einer
moderneren Weiterentwicklung der klassischen Pressematerialien", sagt
Prof. Dr. Holger Sievert von der Hochschule Macromedia in Köln zu den
Ergebnissen. Kathi Preppner vom Verlag Rommerskirchen ergänzt:
"Generell bewegen sich die befragten Journalisten eher passiv in den
sozialen Netzwerken. Was zum Beispiel das Befragen von Quellen und
das Antworten auf Kommentare angeht, gibt es noch viel Luft nach
oben."
An der Umfrage haben insgesamt 2.329 Journalisten teilgenommen,
von denen 1.428 hauptberuflich journalistisch tätig sind. Wesentliche
Erkenntnisse werden auf nationalen und internationalen Fachtagungen
präsentiert, unter anderem heute bei der Pre-Conference zur
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft (DGPuK) in Leipzig. Die grundlegenden
Ergebnisse sind auch online verfügbar unter
www.rommerskirchen.com/umfrage.
Über den Verlag Rommerskirchen
Als Fachverlag für Medien und Kommunikation verlegt der Verlag
Rommerskirchen bereits seit 1967 das Medienmagazin journalist. Neben
dem journalist erscheinen in dem im rheinland-pfälzischen Remagen
beheimateten Verlag auch die Branchenzeitschrift prmagazin sowie
diverse Fachbücher für die Medien- und Kommunikationsbranche. Mehr
unter www.rommerskirchen.com.
Über die Hochschule Macromedia
Mit etwa 2.000 Studierenden und rund 80 Professuren gehört die
Hochschule Macromedia zu den führenden Privathochschulen für
arbeitsmarktorientierte Studiengänge in Deutschland. Zum Portfolio
gehören deutsch- und englischsprachige Bachelor- und Masterprogramme
unter anderem in den Fächern Medien- und Kommunikationsmanagement
sowie Journalistik. Mehr unter www.hochschule-macromedia.de.
Pressekontakt:
Verlag Rommerskirchen GmbH & Co. KG
Kathi Preppner
Redakteurin
E-Mail: umfrage@rommerskirchen.com
Telefon: +49 (2228) 931 - 280
Hochschule Macromedia
Prof. Dr. Holger Sievert
Head of Media School, Campus Köln
E-Mail: h.sievert@macromedia.de
Telefon: +49 (221) 31082 - 570
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Datum: 30.03.2016 - 09:00 Uhr
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