Südwest Presse: KOMMENTAR · GRIECHENLAND
ID: 1340048
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat offensichtlich die Nase
voll. Kaum anders lässt sich die Existenz des mitgeschnittenen
Telefonats erklären, das Wikileaks veröffentlicht hat und das bisher
von keiner Seite dementiert wurde. Ob nun mit voller Absicht lanciert
oder nicht, die IWF-Bosse sind es leid, seit der ersten
Griechenlandkrise vor sechs Jahren in einer Art Dauer-Déjà-vu
festzustecken. Erst heben die Griechen die Hand, dass ihnen ohne
finanzielle Unterstützung die Pleite drohe, dann wird in allerletzter
Sekunde ein Rettungspaket geschnürt, bei dem weitgehende Reformen
seitens der Griechen versprochen werden. Leider klappt es dann damit
doch nicht so wie geplant, das Geld geht zur Neige, die nächste
Pleite steht vor der Tür. Die Griechen heben die Hand . . . Der
Besuch der Troika von heute an muss zum Ergebnis haben, dass dieser
Teufelskreislauf durchbrochen wird. Europa und vor allem Deutschland
müssen endlich sich und vor allem ihren Bürgern eingestehen, dass ein
Großteil der gezahlten Hilfsmilliarden verloren ist. Ohne
Schuldenschnitt - und damit offensichtlich ohne den IWF - hat
Griechenland keine Chance auf eine Zukunft. Allerdings auch nicht
ohne die konsequente Umsetzung der notwendigen und teils
beschlossenen Reformen. Andernfalls bleibt nach wie vor nur der
Abschied aus der Eurozone - auch wenn dies angesichts der
Flüchtlingskrise der denkbar ungünstigste Zeitpunkt wäre.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 03.04.2016 - 19:09 Uhr
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