Die Glyphosate Task Force schlägt Lesesaal-Lösung als Zugang zu vertraulichen Studien vor
ID: 1342063
nimmt die öffentliche Diskussion zur Sicherheit von
Glyphosat-haltigen Produkten zur Kenntnis und sehr ernst. Daher hat
die GFT vorgeschlagen, dem Kommissar freiwillig ihre Bereitschaft zu
einer Lesesaal-Lösung anzubieten (siehe Brief der GTF an den
Kommissar(1)). Hierdurch wird der Zugang auf Kopien aller 14 von der
GTF eingereichten Studien zur Kanzerogenität ermöglicht. Dies
schließt die vom Kommissar Andriukaitis in seinem Schreiben vom 4.
April 2016 (2) adressierten Studien ein. Die GTF betont, dass dies
ein Ausnahmefall ist und in keiner Weise einen Präzedenzfall für
andere Studien und Substanzen schaffen soll.
Alle 14 Studien wurden bereits als Bestandteil eines begutachteten
wissenschaftlichen Fachbeitrages veröffentlicht, der im Internet
abgerufen werden kann (Greim et al., 2015 (3)).
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Wirkstoffe ist die
Industrie verpflichtet, Daten zu erzeugen, die dann neben anderen
Informationsquellen (z.B. veröffentlichte Studien) von den Behörden
ausgewertet werden. Die Zulässigkeit von Studien der Antragsteller
ist abhängig von der Einhaltung strenger Standards, wie
OECD-Richtlinien zur Guten Laborpraxis (GLP).
Die GTF möchte betonen, dass die Debatte zu Glyphosat und zu der
gesetzlich vorgegebenen Vertraulichkeit von Daten von Antragstellern
nicht dazu missbraucht werden darf, die gesamte Grundlage zur
Bewertung von Pflanzenschutzmitteln in Frage zu stellen.
Die AG Glyphosat* stellt fest, dass die hier zugänglich gemachten
Daten bereits fachlich seriös bewertet wurden. "Diese zusätzliche
Transparenz sollte nicht ausgenutzt werden, um wissenschaftlich
haltlos zu skandalisieren und Panik zu schüren", so Ursula
Lüttmer-Ouazane, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat.
(1) http://bit.ly/1UWlY5J
(2) http://bit.ly/1RZoYdv
(3) Greim et al.: Evaluation of carcinogenic potential of the
herbicide glyphosate, drawing on tumor incidence data from fourteen
chronic/carcinogenicity rodent studies. Critical Reviews in
Toxicology, 45(3), S. 185-208, 2015 (http://bit.ly/1S4BjQL)
* In der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat engagieren sich die
Unternehmen ADAMA Deutschland GmbH, Cheminova Deutschland GmbH & Co.
KG, Dow AgroSciences GmbH, Helm AG, Monsanto Agrar Deutschland GmbH,
Nufarm Deutschland GmbH, Syngenta Agro GmbH. Die Arbeitsgemeinschaft
Glyphosat ist ein informeller Zusammenschluss der Unternehmen und
keine rechtlich selbstständige Einheit.
Pressekontakt:
Arbeitsgemeinschaft Glyphosat - www.glyphosat.de
arbeitsgemeinschaft@glyphosat.de
Koordinatorin AGG:
Renate Riedl
renate.riedl@mslgroup.com
MSL, Otto-Meßmer-Straße 1, 60314 Frankfurt
T: +49 (0) 69 / 66 12 456-8380; M: +49 (0) 172 / 90 19 493
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Datum: 07.04.2016 - 13:21 Uhr
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