Thüringische Landeszeitung: Arbeit ohne Ende - Von Abschieben bis Integrieren / Leitartikel von Nils R. Kawig zu den stark zurückgegangenen Flüchtlings- bzw. Asylbewerberzahlen
ID: 1342708
Thüringen an. Das verschafft hierzulande allen eine Verschnaufpause.
Endlich! Jetzt kann und muss abgearbeitet werden, was im vergangenen
Jahr auf der Strecke geblieben ist. Höchste Zeit, die ausstehenden
Asylverfahren zu einem Ende zu bringen. Höchste Zeit, Flüchtlinge,
die sich hier unrechtmäßig aufhalten, abzuschieben. Es ist aber auch
höchste Zeit, mit der Integrationen derer zu beginnen, die dauerhaft
in diesem Land leben werden.
Und dabei geht es nicht nur um Sprachkurse oder die Unterbringung
in Wohnungen statt Sammelunterkünften. Es geht vor allem auch darum,
zu überprüfen, welche Asylbewerber fit gemacht werden können für den
Arbeitsmarkt. Wenn das aufgrund von Sprachbarrieren kurzfristig nicht
gelingen kann, so müssen Konzepte entwickelt werden, wie diese
Zuwanderer sinnvoll beschäftigt werden können. Nichts wäre
gefährlicher als Langeweile bei den meist jungen Männern. Und noch
eines ist wichtig: Es muss gelingen, Kontakt zwischen Deutschen und
Flüchtlingen herzustellen, damit Parallelgesellschaften gar nicht
erst entstehen.
Wer allerdings glaubt, die sogenannte Flüchtlingskrise sei schon
überstanden, der irrt. Wenn der Hauptfluchtweg über den Balkan
versperrt ist, werden sich die Betroffenen andere Wege suchen.
Deshalb gehen Experten davon aus, dass die Flüchtlingszahlen in
diesem Jahr wieder deutlich steigen werden. Trotzdem will der Bund
keine Prognose abgeben. Das bringt Landespolitiker wie Thüringens
Migrationsminister Dieter Lauinger zurecht auf die Palme. Er verlangt
von Bundesinnenminister de Maizière, dass er seine Hausaufgaben
erledigt. Auch dazu kann eine Verschnaufpause sinnvoll genutzt
werden.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.04.2016 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1342708
Anzahl Zeichen: 2103
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Weimar
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 503 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Thüringische Landeszeitung: Arbeit ohne Ende - Von Abschieben bis Integrieren / Leitartikel von Nils R. Kawig zu den stark zurückgegangenen Flüchtlings- bzw. Asylbewerberzahlen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Thüringische Landeszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Thüringische Landeszeitung
Rheinische Post: Hofreiter warnt vor "Kuschelkurs" mit der CDU ...
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat vor einem "Kuschelkurs" seiner Partei mit der CDU gewarnt und will Rot-Rot-Grün als Koalitionsoption für 2017 offenhalten. "Ich bin der Meinung, dass wir Schwarz-Grün 2017 nicht ausschließen sollen. Aber wir sollten auch keinen Kuschel
Rheinische Post: Elterngeld-Ausgaben steigen bis 2020 um zwei Milliarden Euro ...
Das Elterngeld kostet den Staat bis Ende 2020 zusätzlich insgesamt zwei Milliarden Euro. Das geht aus der mittelfristigen Finanzplanung des Bundesfinanzministeriums hervor, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagausgabe). Demnach rechnet das Ministerium mi
Rheinische Post: Japan will Rückendeckung der G7 bei Inselstreit mit China ...
Japan will die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer beim G7-Außenministertreffen im japanischen Hiroshima an diesem Wochenende zum Thema machen. Dies schreibt der japanische Außenminister Fumio Kishida in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Pos
Rheinische Post: IG Metall fordert Standortsicherheit bei Thyssenkrupp Steel ...
Angesichts der Konsolidierungs-Gespräche zwischen Tata Steel und Thyssenkrupp über ein mögliches Joint Venture im Stahlbereich hat die IG Metall Sicherheitszusagen für die Belegschaft gefordert: "Egal ob und wer einsteigt, hier darf kein Arbeitsplatz wegfallen", sagte der Bezirkslei




