Treuhänder von Schifffonds im Spagat

Treuhänder von Schifffonds im Spagat

ID: 134279

Anlegerinteressen kommen häufig zu kurz / Bei treuwidriger Handlung können Schadenersatzansprüche entstehen



(firmenpresse) - Bremen/Hamburg, November 2009. Viele Schifffonds stehen heute kurz vor der Insolvenz und benötigen dringend neues Eigenkapital zum Überleben – schlechte Nachrichten für Anleger. Zeichner stehen aktuell vor der Wahl, entweder Geld nachzuzahlen, erhaltene Auszahlungen zurückzuzahlen oder aber den Fonds insolvent gehen zu lassen mit der wahrscheinlichen Folge, ihre gesamte Einlage zu verlieren. Fondsinitiatoren legen derzeit unterschiedlichste Sanierungskonzepte vor. Nicht immer informieren Geschäftsführung oder Treuhandgesellschaft, die oftmals mit dem Anbieter verwoben ist, die Zeichner in einer allumfassenden objektiven Art. Teilweise haben Anleger darauf reagiert und der Sanierung nicht zugestimmt. „Oftmals wird aber im Vertrauen darauf, dass Fondsgeschäftsführung und Treuhand ‚schon das Richtige tun’ ohne genaue Prüfung zugestimmt“, erklärt Jan-Henning Ahrens, von der Kanzlei KWAG – Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht.

Anleger der bedrohten Fonds werden zu Nachschüssen oder Rückzahlungen erhaltener Auszahlungen aufgefordert. „Auffällig ist hierbei, dass häufig nicht zwischen Direktkommanditisten und Treugebern unterschieden wird“, sagt Ahrens. Treugeber sind durch den Gesellschaftsvertrag den Direktkommanditisten gleichgestellt. Die Gemeinsamkeiten enden aber, wenn es um die Außenhaftung gegenüber Dritten geht. Unmittelbar für eine Außenhaftung können direkt beteiligte Anleger in Höhe ihrer Haftsumme in Anspruch genommen werden. Nur sie sind nach Gesetzeslage Gesellschafter; wie die Rechtsprechung mehrfach statuiert hat, scheidet auch ein analoger direkter Anspruch gegen lediglich mittelbar beteiligte Treugeber aus.

Allerdings sieht der Treuhandvertrag in den meisten Fällen eine Regelung vor, die besagt, dass der Treuhänder in Höhe seiner eigenen Inanspruchnahme als Gesellschafter (quasi stellvertretend für die Treugeber) einen Freistellungsanspruch gegen die Treugeber hat. Diesen Freistellungsanspruch kann der Treuhänder auch an einen Dritten (Gläubiger) abtreten. Im Endergebnis wird also auch im Rahmen einer mittelbaren Beteiligung der Anleger verpflichtet sein, erhaltene Auszahlungen in Höhe der Haftsumme im Rahmen einer Außenhaftung zurückzuzahlen.



Schadenersatzansprüche

Ein aktuelles Urteil des OLG Karlsruhe vom 6. August 2009 (4 U 9/08) besagt, dass die Treugeber wegen dieses Freistellungsanspruches eventuell gegenüber dem Treuhänder mit einem Schadensersatzanspruch aufrechnen können. Voraussetzung hierfür ist nach den Worten der Richter jedoch, dass der Treuhänder es unterlassen hat, die Anleger über gewisse Umstände aufzuklären. Es entspricht seiner Pflicht, sich so zu verhalten und den Anleger so zu unterrichten, dass der wirtschaftliche Wert der Beteiligungen nicht gefährdet ist.

Treuhänder werden zukünftig allerhöchste Anstrengung unternehmen müssen, die Anleger vor wirtschaftlichen Verlusten zu bewahren. Statt Informationen der Fondsgeschäftsführung eins zu eins weiterzugeben, ist nun Eigeninitiative gefragt. KWAG fordert mehr Emanzipation der Treuhänder: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten müssen sie ihrer Verantwortung – Verantwortung im Sinne der Anlegerinteressen – nachkommen“, bekräftigt Ahrens.

Handlungsmöglichkeiten für Anleger

Geldnachzahlung oder Rückgabe der Auszahlungen müssen für den Anleger individuell nicht immer die besten Alternativen sein und sollten genaustens geprüft werden. Von der Geschäftsführung unerwähnt bleibt fast immer die Möglichkeit des „Ausstiegs“ aus der Fondsbeteiligung und die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen etwa beteiligte Banken. Gerade nach diversen anlegerfreundlichen Urteilen des BGH im Verlauf des Jahres 2009 stellt sich dieses häufig als eine Alternative ohne allzu großes Risiko dar.

KWAG vertritt bereits weit über tausend Anleger bei geschlossenen Fondsbeteiligungen und stellt sicher, dass mögliche Gesellschafterrechte und denkbare Schadensersatzansprüche gegen die Anbieter, den Vertrieb oder andere Personen sorgfältig geprüft und dann auch erfolgversprechend geltend gemacht werden können.





Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die KWAG – Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft ist, als eine ausnahmslos auf die Vertretung von Anleger- und Verbraucherinteressen spezialisierte Kanzlei, mit dem eindeutigen Anspruch, bestehende Ungleichgewichte auf dem Kapitalanlagemarkt zu regulieren.
Die beiden Gründungspartner, Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen, sind Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht.
Schwerpunkte im Kapitalanlagerecht liegen unter anderem bei Medienfonds, Immobilienfonds, atypisch stillen Beteiligungen, klassischen Wertpapieranlagen und Falschberatungen durch Anlagevermittler.

Zahlreiche Fälle von hoher öffentlicher Aufmerksamkeit wurden mit positiven Ergebnissen für ihre Mandanten abgeschlossen. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Partnerschaft gehört außerdem das allgemeine Bankrecht mit allen seinen Fragestellungen zu Darlehen, Banksicherheiten und Sanierungen.
Die eindeutige Orientierung am Anlegerinteresse macht die KWAG – Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens & Gieschen auch zu einem verlässlichen Partner vor, bei und nach wichtigen Anlageentscheidungen.



Leseranfragen:

Borgmeier Public Relations
Walter Hasenclever
Leitung Public Relations Lilienthal

Am Saatmoor 2
D-28865 Lilienthal

fon: +49 4298 468 3-12
fax: +49 4298 468 3-33

e-mail: hasenclever(at)agentur-borgmeier.de

www.borgmeier-media.de



PresseKontakt / Agentur:

Borgmeier Public Relations
Walter Hasenclever
Leitung Public Relations Lilienthal
Am Saatmoor 2
D-28865 Lilienthal
fon: +49 4298 468 3-12
fax: +49 4298 468 3-33
e-mail: hasenclever(at)agentur-borgmeier.de
www.borgmeier-media.de



Für Rückfragen:
Jan-Henning Ahrens, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
KWAG • Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht
Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft
Bremen
Lise-Meitner-Straße 2
28359 Bremen
Tel: 0421/ 5209480
Fax: 0421/ 5209489
bremen(at)kwag-recht.de



drucken  als PDF  9-Monatszahlen telegate AG: weitere Fortschritte in der Unternehmenstransformation 
	Mediatoren lösen Konflikte zwischen Bank und Unternehmer
Bereitgestellt von Benutzer: alfke
Datum: 09.11.2009 - 10:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 134279
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Walter Hasenclever
Stadt:

Bremen/ Hamburg


Telefon: 04298 468312

Kategorie:

Finanzwesen


Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung

Diese Pressemitteilung wurde bisher 514 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Treuhänder von Schifffonds im Spagat "
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

KWAG ∙ Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens & Gieschen (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Offene Immobilienfonds geschlossen – Anleger kommen nicht an ihr Geld ...
Hamburg, 6. Mai 2010. Mehr als eine halbe Million Anleger ist der Zugriff auf etwa neun Milliarden Euro verwehrt, so die aktuelle Berichterstattung überregionaler Zeitungen. Dieses Zahlenwerk fasst zusammen, was einzelne Anleger in offene Immobilienfonds seit etwa zwei Jahren finanziell erdulden mÃ

Griechische Staatsfinanzen und private Anleger durch Cross-Currency-Swaps höchst gefährdet ...
Bremen/Hamburg, 29. April 2010. Die aktuelle Haushaltskrise in Griechenland wirft erneut ein Schlaglicht auf Cross-Currency-Swaps. Mit diesem höchst risikoreichen Finanzprodukt haben viele Anleger nicht nur ihr eingesetztes Kapital, sondern darüber hinaus ihr gesamtes Vermögen verloren. Das Deriv

Bankhaus Löbbecke muss über 100.000 Euro an Medienfondsanleger zahlen ...
Hamburg, 23. April 2010. Ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main festigt die Position geschädigter Anleger in geschlossenen Medienfonds. Die Bank Löbbecke informierte ihren Kunden zwar über das entsprechende Anlagemodell, versäumte es jedoch, den Fondszeichner über die eigene einhergehend


Weitere Mitteilungen von KWAG ∙ Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens & Gieschen


9-Monatszahlen telegate AG: weitere Fortschritte in der Unternehmenstransformation ...
Planegg-Martinsried, 9. November 2009 - Die Geschäftszahlen der telegate Gruppe nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres fielen im Bereich der Erwartungen des Unternehmens aus. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) vor Einmaleffekten von 28,3 Mio. Euro lag wie progno

?Sonnenernte? ? krisensicheres Nebengewerbe für moderne Landwirtschaft ...
> Photovoltaik: Großes Potenzial für Diversifikation Osnabrück / Hilter aTW. Landwirtschaftliche Betriebe müssen sich heutzutage mehr denn je für neue Ideen öffnen, um langfristig ein gutes Auskommen zu sichern. Eine bewährte Strategie lautet Diversifikation ? die gezielte Verbreiterun

Dynamicdrive kooperiert mit Miles & More ...
Die Dresdner Online-Marketing-Agentur ist bereits seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich des Onlinemarketings tätig und etablierte sich besonders im Finanzbereich mit der Vermarktung und Vermittlung von Kreditkarten, Girokonten und Krediten. Zahlreiche namhafte deutsche Banken vertrauen auf das

ThomasLloyd Capital LLC releases its first report on the Solar Industry ...
“Driven by the increase in global energy needs, the desire for fossil fuel independence and growing political support, the solar energy sector, of all the renewable energy sectors, presents the greatest opportunity for long-term growth. This report provides valuable insights into the solar energy


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z