Schnittstelle Tod: Tagung zu Nahtoderfahrungen im Dreiländereck
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„Der Tod ist nicht der Tod“. Das ist das Fazit des vor kurzem erschienenen Buches „Endloses Bewusstsein“ des niederländischen Kardiologen und Nahtodforschers Pim van Lommel. Und so könnte auch das Fazit der Tagung mit namhaften Referenten aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien lauten, die am 7. November 2009 in Aachen unter dem Titel „Schnittstelle Tod“ stattfand.
Nahtoderfahrungen(firmenpresse) - Mediziner, Naturwissenschaftler, Philosophen, Theologen und Betroffene kamen zu Wort und näherten sich aus ihrer Sichtweise dem überkulturell auftretenden Phänomen an. Alleine in Deutschland geht die Zahl derer, die bei Unfällen, Operationen, bei Herzstillstand oder während einer Meditation eine Nahtoderfahrung machten, in die Millionen. Sie fanden sich oft über ihrem wie leblos daliegenden Körper schwebend und konnten dabei detailliert beobachten, was das Krankenhauspersonal sagte und tat, sie schwebten nicht selten durch einen Tunnel einem Licht entgegen, das große Liebe ausstrahlte, sie begegneten verstorbenen Angehörigen und Freunden oder sahen ihr bisheriges Leben, dessen Taten sie häufig bewerteten.
Naturwissenschaftler haben zahlreiche Thesen zur Entstehung der Nahtoderfahrungen entwickelt, z.B. Sauerstoffmangel im Gehirn, körpereigene Endorphine oder eine psychologische Abwehr der Todesangst. Die meisten dieser Erklärungsversuche sind inzwischen widerlegt.
Lassen sich Nahtoderfahrungen als Blick ins „Jenseits“ deuten? Die Mehrheit derjenigen, die ein solches Erlebnis hatten, sind von dessen Echtheit zutiefst überzeugt. Sie sagen, es seien keine Halluzinationen; vielmehr berichten sie von einem außergewöhnlich klaren und wachen Bewusstsein.
Ob es der Wissenschaft jemals gelingen wird, einen Beweis für die häufig vertretene Ansicht zu liefern, bei Nahtoderfahrungen handele es sich lediglich um ein Produkt des menschlichen Gehirns, ist fraglich. Denn nach ihren eigenen Grundvoraussetzungen kann sie die Beteiligung einer nichtmateriellen Welt an der Entstehung von Nahtoderfahrungen nicht ausschließen, weil eine solche Welt sich Beobachtungen und Experimenten entzieht. Voraussichtlich kann ebensowenig die Existenz eines Jenseits wissenschaftlich bewiesen werden.
Dies sollte die Wissenschaftler aber nicht davon abhalten, sich weiter mit diesem Phänomen zu befassen. Pim van Lommel forderte sie in seinem Vortrag dazu auf, sich für neue Erklärungen zu öffnen, statt nur auf herkömmlichen Mustern zu beharren.
Der Initiator der Veranstaltung, Walter van Laack, kündigte die Fortsetzung der Tagungsreihe an.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 09.11.2009 - 17:53 Uhr
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