Schwäbische Zeitung: Zerrissenes Land - Kommentar zu Brasilien
ID: 1346292
erschüttert Brasilien die schwerste politische Krise seit Rückkehr
der Demokratie im Jahr 1985. Präsidentin Dilma Rousseff wird sich
nicht halten können. Die linke Staatschefin war ihren Gegnern schon
immer ein Dorn im Auge. Sie hat nicht das Charisma ihres Vorgängers
und Mentors Lula. Der Technokratin wurde ein Korruptionsnetz zum
Verhängnis, das maßgeblich ihrer Arbeiterpartei nutzte. Das
Absetzungsverfahren wird jedoch von zwielichtigen Gestalten getragen,
die seit Jahrzehnten vom Filz persönlich profitieren. So etwa der
Präsident der Abgeordnetenkammer, Eduardo Cunha, der bis heute nicht
erklären kann, wie Millionensummen auf sein Konto in der Schweiz
gelangen konnten. Vordergründig geht es in dem Riesenstaat um die
Bekämpfung von Vetternwirtschaft, hintergründig wittern diejenigen
Morgenluft, die für Sozialprogramme und Bekämpfung der Armut nichts
übrig haben.
Brasilien ist tief gespalten, zwischen Arm und Reich, zwischen
Nord und Süd. Mit weit mehr als tausend deutschen Unternehmen gilt
São Paulo als weltweit größte deutsche Industriestadt, während in
einigen Regionen nördlich des Äquators Menschen hungern. In einem
solch zerrissenen Land hat es die Demokratie schwer.
Ein Tiefpunkt der politischen Kultur war das Verhalten eines
rechtsextremen Abgeordneten aus Rio. Er widmete seine Ablehnung der
Präsidentin einem Oberst aus Diktaturzeiten, dessen Einheit die
damalige Widerständlerin Dilma Rousseff brutal folterte. Brasilien
fällt gerade um Jahre zurück.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.04.2016 - 21:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1346292
Anzahl Zeichen: 1881
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 398 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Zerrissenes Land - Kommentar zu Brasilien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Rheinische Post: Wo ein Wille ist . . . Kommentar Von Martin Bewerunge ...
Von Ägypten nach Italien übers Mittelmeer ist es sehr, sehr weit. Wer diese Reise in einem kleinen Boot antritt, muss sehr, sehr verzweifelt sein. Wieder sind Hunderte Flüchtlinge ertrunken, so wie viele Tausende vor ihnen. Aber auch ihr Tod wird weitere Hunderttausende nicht hindern, das Wag
Rheinische Post: Teure Rentenwünsche Kommentar Von Birgit Marschall ...
Angela Merkel will die Rente aus dem Wahlkampf heraushalten. Richtig so, denn im Wahlkampf würden sich die Parteien mit verheißungsvollen, teuren Angeboten an die 20 Millionen Rentner übertreffen. Aber fraglich ist, ob sich der Wunsch der Kanzlerin erfüllt. Denn CSU und SPD wollen die Rente
Mittelbayerische Zeitung: Günstiges Öl wird auf Dauer teuer / So schön die niedrigen Preise für einige sind: Langfristig lohnt sich teures Tanken mehr. Leitartikel von Martin Anton ...
Ausgiebiges Grinsen an der Tankstelle, erstaunte Blicke bei der Heizkostenabrechnung - Menschen, die Autos mit Verbrennungsmotoren fahren oder einen Heizölkessel besitzen gehören augenscheinlich zu den Gewinnern der aktuellen Ölpreiskrise. Auch in anderen Bereichen kommt es aufgrund der niedr
Rheinische Post: Der Islam gehört zum Grundgesetz Kommentar Von Michael Bröcker ...
Gut, dass es die AfD gibt. Dann weiß man wenigstens, was gut und was böse ist. Der Islam ist böse. Sehr böse sogar. Man sollte ihn verbieten. So einfach, so unsinnig. Menschen können Böses tun. Und es gibt Menschen, die ihre bösen Taten mit dem Islam begründen. Dafür den Islam als Relig




