DIN veröffentlicht DIN SPEC zu RAMI4.0
ID: 1347202
für das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI4.0)
veröffentlicht. Das Referenzarchitekturmodell zielt darauf ab, mit
den beteiligten Branchen zum Beispiel aus IKT, Automatisierung und
Maschinenbau ein einheitliches Verständnis für das Thema Industrie
4.0 herzustellen. Die Grundlagen für die Referenzarchitektur wurden
in der Plattform Industrie 4.0 entwickelt. Die Plattform steht unter
der Leitung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.
"Mit der DIN SPEC 91345 haben sich die maßgeblichen
Branchenbeteiligten in Deutschland erstmals auf einen Standard für
das Konzept Industrie 4.0 festgelegt", erklärt Rüdiger Marquardt,
Mitglied des DIN-Vorstandes. "Im nächsten Schritt wird die DIN SPEC
als englische Sprachfassung herausgegeben und in die internationale
Normung eingebracht. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit der
deutsche Maschinen- und Anlagenbau seine führende Position auch im
Bereich Industrie 4.0 erhalten und ausbauen kann."
Das Referenzmodell beschreibt erstmals eine Wertschöpfungskette
unter den Bedingungen von Industrie 4.0. Das Konzept von Industrie
4.0 basiert auf der Schaffung von Regeln zur datentechnischen
Beschreibung eines Gegenstandes, der "einen Wert für eine
Organisation" hat. Dies sind nicht nur physische Gegenstände, sondern
auch virtuelle Gegenstände wie Ideen, Archive oder Software. Das
Referenzarchitekturmodell dient der Darstellung dieses "Assets" mit
allen relevanten Aspekten von der Erzeugung über die Fertigung bis
zur Nutzung und Entsorgung. Wesentliches Merkmal des
Architekturmodells sind die drei Achsen Produktlebenszyklus,
Anlagenhierarchie und Integrations-Layer. Entlang dieser Achsen
können die Aspekte, die wichtig für eine Industrie 4.0-Architektur
sind, strukturiert dargestellt werden.
Damit umfasst das Modell die unterschiedlichen Faktoren von
Industrie 4.0, die von der vertikalen Kommunikation der
Automatisierungskomponenten bis hin zur Bildung firmenübergreifender
horizontaler Wertschöpfungsnetzwerke reichen. RAMI4.0 erlaubt darüber
hinaus die schrittweise Migration aus der heutigen Fertigungswelt in
die Industrie 4.0-Welt und vereinfacht die Kooperation und
Kommunikation der verschiedenen Branchen in Sachen Standardisierung.
Das DIN SPEC-Projekt wurde von der Plattform Industrie 4.0
initiiert und ist im September 2015 gestartet. Unter Beteiligung von
rund 20 Experten aus der Wirtschaft (zum Beispiel von Bosch Rexroth,
Festo, Siemens, IBM, Harting, GE, Deutsche Telekom,
Kommunikationslösungen e. K.), aus der Forschung (zum Beispiel von
der TU Dresden, Fraunhofer IPA) und Fachverbänden (zum Beispiel
Plattform Industrie 4.0, BITKOM, VDMA) wurde die DIN SPEC 91345 im
Vorfeld der Hannover Messe 2016 veröffentlicht.
Die DIN SPEC 91345 "Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0
(RAMI4.0)" kann beim Beuth Verlag bestellt werden.
Pressekontakt:
Hans-Peter Ahle
Pressesprecher
DIN e. V.
Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Tel. 030 2601-2724
hans-peter.ahle@din.de
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Datum: 20.04.2016 - 13:04 Uhr
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