Deutsche Umwelthilfe und 200.000 Bürger fordern Ende der sinnlosen Verpackungsflut bei Lidl

Deutsche Umwelthilfe und 200.000 Bürger fordern Ende der sinnlosen
Verpackungsflut bei Lidl

ID: 1348294
(ots) - Deutsche Umwelthilfe und SumOfUs demonstrieren vor
Lidl-Filiale in Berlin gegen unnötige Einwegverpackungen und
ressourcenintensive Produkte des Discounters - DUH-Geschäftsführer
Resch fordert Mehrwegverpackungen in Lidls Verkaufsregalen

"Weniger ist mehr - Schluss mit dem Müll!" forderten Vertreter der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) und SumOfUs vor einer Lidl-Filiale in
Berlin-Mitte (Fotos von der Aktion: http://l.duh.de/af9ih) am
heutigen internationalen "Earth Day" zum Schutz der Umwelt. Die
Organisationen kritisieren den Discounter mit ihrer im Februar
gestarteten Kampagne für den verantwortungslosen Umgang mit
Ressourcen durch das Angebot unnötiger Verpackungen und besonders
ressourcenintensiver Produkte. Die gemeinsame Petition von DUH und
SumOfUs gegen die Ressourcenverschwendung bei Lidl haben über 200.000
Menschen unterschrieben. Die Unterschriften der Petenten wurden an
die Lidl-Verantwortlichen Jan Ribbeck und Kay Sperling überreicht.
Lidl ist laut eigenen Angaben weltweit der größte
Lebensmitteleinzelhändler.

"In Deutschland fallen jährlich über 17 Millionen Tonnen
Verpackungsmüll an - mehr als in jedem anderen EU-Mitgliedsstaat.
Lidl ist mitverantwortlich für den ständigen Anstieg der europäischen
Abfallberge. Der Discounter verkauft Getränke in
Einwegplastikflaschen und Dosen, einzeln verpackte Teebeutel, Obst in
Plastikfolien und unkonzentrierte Reinigungsmittel. Vor der Tatsache,
dass wir bereits heute anderthalb mal mehr Ressourcen verbrauchen als
die Erde regenerieren kann, ist dieses Verhalten vollkommen
unverantwortlich", kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen
Resch.

DUH und SumOfUs fordern Lidl auf, keine ressourcenvergeudenden
Produkte zu verkaufen und auf unnötige Verpackungen zu verzichten.
Eine aktuelle Studie des Wuppertal Instituts (http://l.duh.de/tfab8)


im Auftrag von SumOfUs zeigt anhand von zehn konkreten
Produktbeispielen, wie Supermärkte Ressourcen einsparen und Abfälle
vermeiden können. Durch den Einsatz von Mehrwegflaschen, unverpacktem
Obst, konzentrierten Wasch- und Reinigungsmitteln, komprimierten
Deodorants oder Nachfüllverpackungen könnten Supermarktketten schon
heute 20 Prozent ihres Ressourcenverbrauchs verringern. "Die breite
Unterstützung für unsere Petition und der gewaltige Protest der
Verbraucher machen deutlich, dass die Menschen genug haben von Lidls
umweltfeindlicher Verpackungspolitik", sagt Anne Isakowitsch,
Kampagnenleiterin SumOfUs.

"Wir verlangen von Lidl, dass das Unternehmen Informationen über
den Ressourcenverbrauch seiner vertriebenen Produkte veröffentlicht
und ein unternehmensweites Ziel zur Ressourcenschonung festlegt. Es
gibt viele Möglichkeiten, Ressourcen einzusparen, zum Beispiel durch
die Umstellung von Einweg- auf Mehrwegflaschen", erklärt der Leiter
für Kreislaufwirtschaft bei der DUH, Thomas Fischer. Er betont, dass
der konsequente Einsatz von Mehrwegflaschen in Deutschland pro Jahr
die Produktion von mehr als 500.000 Tonnen Kunststoff für
Einwegplastikflaschen vermeiden kann.

Für eine rasche nachhaltige Änderung der Verpackungs- und
Produktstrategien von Supermärkten fordert die DUH von
Bundesumweltministerin Hendricks die Formulierung eines verbindlichen
Ziels zur Ressourceneinsparung sowie die Einführung einer
Ressourcensteuer, wie zum Beispiel in Dänemark. Discounter müssten
sich genauso wie alle anderen Unternehmen an der
gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Umweltschutzes beteiligen.

Links: Pressefotos von der Protestaktion: http://l.duh.de/af9ih
Hintergrundinformationen: http://l.duh.de/lidl
Die Studie des Wuppertal Instituts: http://l.duh.de/tfab8
Die Petition der DUH und SumOfUs: http://l.duh.de/cgy1p
Kampagnenfilm zur Petition: http://l.duh.de/2fzwy



Pressekontakt:
Jürgen Resch | DUH-Bundesgeschäftsführer
0171 3649170 | resch@duh.de

Thomas Fischer | Leiter Kreislaufwirtschaft DUH
030 2400 867 43 | 0151 18256692 | fischer@duh.de

Anne Isakowitsch | Kampagnenleiterin SumOfUs
0176 20 18 94 97 | anne@sumofus.org

DUH-Pressestelle:
Daniel Hufeisen | Ann-Kathrin Marggraf | Laura Holzäpfel | 030
2400867-20 | presse@duh.de www.duh.de | www.twitter.com/umwelthilfe |
www.facebook.com/umwelthilfe

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Datum: 22.04.2016 - 12:07 Uhr
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