BVR-Präsident Uwe Fröhlich: Abschaffung von Euro-Banknoten unnötig und ungeschickt
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abzuschaffen, eröffnet die Europäische Zentralbank erneut eine
Debatte um die generelle Abschaffung des Bargelds. Solche Vorhaben
halten wir für völlig überflüssig und zudem ungeschickt", so Uwe
Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (BVR) mit Blick auf die Sitzung des Rats der
Europäischen Zentralbank (EZB) am 4. Mai 2016, die unter anderem
Entscheidungen über die Zukunft dieser Banknote vorsieht. In Zeiten,
die ohnehin durch zunehmendes Unverständnis der Bevölkerung gegenüber
der europäischen Geldpolitik geprägt sind und Europa vor großen zu
bewältigenden Aufgaben steht, seien solche Vorhaben ein falsches
Signal der europäischen Notenbank. Zudem sprechen die von der EZB und
nationalen Notenbanken geschätzten Kosten in Höhe von mehr als einer
halben Milliarde Euro, die für die Abschaffung der in Umlauf
befindlichen 500-Euro-Banknoten anfallen würden, klar gegen eine
solche Maßnahme.
"Wir wollen unseren Bankkunden auch in Zukunft die hohe
Flexibilität bei der Wahl der Zahlungsverfahren bieten. Auch wenn
Kartenzahlungen und E-Payments kontinuierlich zunehmen, ist doch der
Anteil der Barzahlung im Einzelhandel in Deutschland mit über 50
Prozent besonders hoch. Würde diese beliebte Bezahlweise durch
Beschränkungen begrenzt, bedeutet dies letztlich auch einen Eingriff
in die Freiheitsrechte der Bürger", so Fröhlich weiter. Umfragen
bestätigten zudem, dass die große Mehrheit der Bundesbürger sowohl
Bargeldobergrenzen als auch die Abschaffung des 500-Euroscheins
ablehnen. Auch Argumente für Bargeldbegrenzungen wie der Nutzen für
die Geldwäschebekämpfung überzeugen nicht, denn schon heute
unterliegen insbesondere Bargeldtransaktionen nach dem
Geldwäschegesetz eindeutigen Regeln.
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Datum: 29.04.2016 - 11:38 Uhr
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