Stimmungserholung im Mittelstand gerät ins Stocken
ID: 1354197
- Mittelständisches Geschäftsklima geringfügig schlechter
- Erwartungen stabil, Lageurteile etwas weniger gut
- Moderater Aufschwung nicht in Gefahr
Die im März begonnene zaghafte Stimmungserholung im Mittelstand
gerät schon wieder in Stocken. Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
weist im April ein um 0,6 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte geringfügig
verschlechtertes mittelständisches Geschäftsklima aus - allerdings
nur, weil die Urteile zur aktuellen Geschäftslage weniger gut
ausfallen als im Monat zuvor. Sie sinken um 1,5 Zähler auf 23,3
Saldenpunkte, bleiben damit aber weiter auf ihrem seit gut einem
dreiviertel Jahr gehaltenen Hochplateau. Die Geschäftserwartungen der
kleinen und mittleren Firmen stagnieren im April (+0,1 Zähler) und
verharren mit 0,8 Saldenpunkten weiterhin nur knapp oberhalb des
langjährigen Durchschnitts.
Kaum anderes ist die Stimmungstendenz im April bei den
Großunternehmen, wenngleich auf einem weit niedrigeren Niveau. Ihre
Geschäftserwartungen hellen sich um 2,4 Zähler auf - damit deutlicher
als im Mittelstand, aber weiterhin zu wenig, um das vierte negative
Monatsergebnis in Folge zu verhindern (-2,2 Saldenpunkte). Die
Lageurteile sinken um 2,9 Zähler auf 15,5 Saldenpunkte. Insgesamt
tritt das Geschäftsklima der Großunternehmen auf der Stelle (-0,1
Zähler auf 6,7 Saldenpunkte).
"Das April-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers spricht für
eine solide konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, aber zugleich
gegen eine weitere Zunahme der Dynamik", kommentiert Dr. Jörg Zeuner,
Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Die fortbestehenden ökonomischen
und politischen Risiken im europäischen und globalen Umfeld erzeugen
einen nicht zu unterschätzenden Abwärtssog. Gleichzeitig sorgen die
verlässliche Binnennachfrage und auch einige wieder bessere
Nachrichten, z.B. der heute früh gemeldete kräftige Auftragseingang
im März, für so viel Auftrieb, dass ein erneutes Absacken des
Geschäftsklimas verhindert wird. Der moderate Aufschwung ist daher
nicht in Gefahr, aber für mehr fehlen den Unternehmen klare
Richtungssignale."
Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
www.kfw.de/mittelstandsbarometer.
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM) Christine Volk
Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Christine.volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de
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Datum: 09.05.2016 - 10:00 Uhr
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