Vernetzte Fertigung in der Holzbearbeitung - Die Branche auf dem Weg zu Industrie 4.0 (FOTO)

Vernetzte Fertigung in der Holzbearbeitung - Die Branche auf dem Weg zu Industrie 4.0 (FOTO)

ID: 1354618

(ots) -
Am 3. und 4. Mai 2016 wurde die erste LIGNA Conference in der
Robotation Academy auf dem hannoverschen Messegelände veranstaltet.
Die Konferenz war mit 140 Teilnehmern aus zehn Ländern bereits Wochen
zuvor ausgebucht. Übereinstimmendes Fazit der Veranstaltung war:
"Industrie 4.0 ist keine Revolution - es ist eine Evolution, die in
der Möbelindustrie bereits begonnen hat."

An zwei spannenden Tagen referierten insgesamt 13 Redner aus den
verschiedensten Bereichen und angegliederten Branchen der Holzbe- und
-verarbeitung über ihre Visionen und über ihre Erfahrungen mit der
Digitalisierung, der Umsetzung in ihren jeweiligen
Produktionsprozessen und den Auswirkungen auf die Schnittstellen in
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb.

Den Auftakt am ersten Konferenztag bildete Timothy Kaufmann,
Business Development Internet of Things der SAP Deutschland SE & Co.
KG, mit einem interaktiven Vortrag, der die Chancen von Industrie 4.0
umfangreich beleuchtete.

Wie Industrie 4.0 einen besseren Alltag für den Menschen schaffen
kann, erfuhren die Teilnehmer im weiteren Verlauf des Tages von Per
Berggren, Manager Industrial Strategies von IKEA. Berggren zeigte
auf, dass die vernetzte Fertigung nicht nur für die
Losgröße-1-Produktion gelte. Auch bei der Massenproduktion von
PAX-Schränken sei die vernetzte Fertigung bereits angekommen.

Der zweite Konferenztag stand ganz im Zeichen von
Best-Practice-Beispielen. Besondere Aufmerksamkeit fand auch der
Vortrag von Olaf Katzer, Leiter Berufsfamilienentwicklung
international bei der Volkswagen AG, der über die richtige
Qualifizierung von Fachkräften im Umfeld von Industrie 4.0
berichtete. Schließlich dürfe man bei aller Euphorie über Effizienz,
Kosteneinsparung und Nachhaltigkeit den Faktor Mensch nicht außer
Acht lassen. Der Kunde stehe nach wie vor im Mittelpunkt und sei


essentieller Bestandteil des Fertigungsprozesses. Natürlich werde
Industrie 4.0 die Produktionsmittel, den Datenfluss und auch die
Mitarbeiter verändern, man müsse sich darauf entsprechend
vorbereiten.

Industrie 4.0 gelte keineswegs nur für größere Betriebe. Auch das
war ein deutliches Fazit der LIGNA Conference. Dabei seien eine
Spezialisierung und Fokussierung kleinerer Betrieb zwingend
notwendig, vor allem aber sei es für eine effiziente und rentable
Produktion unumgänglich, dass sich Netzwerke bilden.

Ein Highlight der Konferenz war die Podiumsdiskussion, die die
Bedeutung von Industrie 4.0 für die Branche zum Inhalt hatte. Dort
erfuhren die Teilnehmer der Konferenz, wie weit
Industrie-4.0-Lösungen in der Holzbe- und -verarbeitung bereits
umgesetzt sind. Mit herausfordernden Thesen wie "Industrie 4.0 ist
die konsequente Weiterentwicklung dessen, was wir bereits seit 20
Jahren tun" wurden die Teilnehmer der Diskussion vorgestellt. Gregor
Baumbusch (Michael WEINIG AG), Stefan Sieber (Beckhoff Automation),
Andreas Bischoff (IMA Klessmann GmbH), Jürgen Köppel (HOMAG Group
AG), Bernd Kressmann (JELD-WEN Deutschland GmbH & Co. KG), Federico
Broccoli (BIESSE Group), Professor Dr.-Ing. Frank Prekwinkel (imos
AG), Dieter Rezbach (LIGNUM Consulting GmbH), Christoph Rieke
(Steelcase Werndl AG), Frank Westermann (WESTERMANN GmbH & Co. KG)
und Luigi De Vito (SCM Group) lieferten sich eine spannende
Diskussion, deren Fazit am Ende hieß: "Industrie 4.0 ist keine
Revolution - es ist eine Evolution, die in der Möbelindustrie bereits
begonnen hat."

"Die Premiere der LIGNA Conference mit spannenden Themen rund um
die vernetzte Holzverarbeitung war vom Start weg ein Erfolg. Ein
Blick in die interessierten und hochkonzentrierten Gesichter der rund
140 Teilnehmer zeigte, dass vernetzte Fertigung auf dem Weg zu
Industrie 4.0 aktuell alle Branchen inspiriert und fordert. Für die
Möbelfabriken und das Holzhandwerk liegen hier riesige Chancen und
jeder ist dazu angehalten, den Prozess im eigenen Unternehmen zu
gestalten", sagte Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der
Deutschen Messe AG.

Die Konferenz wurde an beiden Tagen von Präsentationen der Firmen
Biesse Group, HOMAG Group AG, IMA Klessmann GmbH, imos AG, SCM Group
sowie 20-20 Technologies GmbH, abaco Informationssysteme GmbH,
Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, dmaic software GmbH & Co. KG,
Leitz GmbH & Co. KG, LEUCO Ledermann GmbH & Co. KG, Michael WEINIG
AG, SDI Project Automation GmbH begleitet. Die Konferenzteilnehmer
nutzten die Gelegenheit sich auszutauschen und zu vernetzen.

"Meine Erwartungen an die LIGNA Conference waren aufgrund des
Programms und der Redner hoch. Für mich ist das Wichtigste, daraus
mitzunehmen, dass in unseren Unternehmen nicht zuletzt lediglich die
Technik und die Organisation angepasst werden müssen, sondern dass
dieses vielmehr ein gleichmäßiges Zusammenspiel aller
Unternehmensbereiche betrifft. Industrie 4.0 ist nicht nur vernetzte
Fertigung, sondern bezieht Kunden und die komplette Lieferkette
zusätzlich mit ein. Für mich war diese Konferenz äußerst hilfreich
und hat meine Erwartung mehr als übertroffen", resümmierte Frank
Heuer, Purchasing Manager des Badmöbelherstellers W. SCHILDMEYER GmbH
& Co. KG aus Bad Oeynhausen.

Unterstützt wurde die erste LIGNA Conference vom VDMA
Holzbearbeitungsmaschinen sowie der LIGNUM Consulting GmbH und der
Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Das gesamte Programm sowie die
Referenten sind unter
www.ligna.de/de/news-trends/ligna-conference-2016/ zu finden.

Deutsche Messe AG

Die Deutsche Messe AG ist ein weltweit führender Veranstalter von
Investitionsgütermessen im In- und Ausland. Mit einem Umsatz von
voraussichtlich 329 Millionen Euro im Jahr 2015 zählt sie zu den fünf
größten deutschen Messegesellschaften. Zu ihrem Eventportfolio
gehören internationale Leitmessen wie die CeBIT (Digitales Business),
die HANNOVER MESSE (industrielle Technologien), die
BIOTECHNICA/LABVOLUTION (Biotechnologie, Labortechnik), die CeMAT
(Intralogistik und Supply Chain Management), die didacta (Bildung),
die DOMOTEX (Teppiche und Bodenbeläge), die INTERSCHUTZ (Brand- und
Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit) und die LIGNA
(Holzbearbeitung und Forsttechnik). Mit rund 1 200 Beschäftigten und
66 Repräsentanzen, Tochtergesellschaften und Niederlassungen ist sie
in mehr als 100 Ländern präsent.



Pressekontakt:
Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Anja Brokjans
Tel.: +49 511 89-31602
E-Mail:anja.brokjans@messe.de

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Datum: 10.05.2016 - 08:15 Uhr
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