Veranstaltung über Markenführung und Familienunternehmen
Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltung von Schindler Parent und dem Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen
Am 14. April 2016 fanden sich Repräsentanten zahlreicher Familienunternehmen auf dem ZF Campus der Zeppelin Universität ein, um in einer ganztägigen Veranstaltung mehr über diese Themen zu erfahren. Der Untertitel der Veranstaltung „Markenführung und Familienunternehmen – mit der Forschung in die Anwendung“ wollte durchaus programmatisch verstanden sein. Die Teilnehmer erwartete eine abwechslungsreiche Bandbreite von hochwissenschaftlichen bis konkret anwendungsbezogenen Vorträgen. Exklusive Einblicke in den Stand der Forschung, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, wie Prof. Dr. Reinhard Prügl, wissenschaftlicher Leiter des FIF, betonte, gaben Maximilian Lude und Susanne Beck, die einerseits das natürliche Differenzierungspotenzial von Familienunternehmen und andererseits die Erfolgsfaktoren für eine familienfokussierte Kommunikationsstrategie im Rahmen ihrer Promotion untersuchen.
Konnte Maximilian Lude in seinen Experimenten anhand fiktiver Markenprodukte nachweisen, dass Kunden lieber zu Artikeln greifen, die von Familienunternehmen produziert werden, hob Susanne Beck hervor, dass es nicht einfach genügt, sich das Label „Familienunternehmen“ anzuheften, wenn die Unternehmeridentität dahinter nicht auch wirklich Familienwerte lebt. Stimmen aber Werte und Auftritt überein, zeigt sich, dass Verbraucher Familienunternehmen mehr Vertrauen entgegenbringen als anderen Unternehmen – ein Erfolgsfaktor z. B. dann, wenn es um die Einführung neuer Produkte geht.
Dass dieses Vertrauen mit einer besonderen Form der Verantwortung einhergeht, davon wussten Gabi Lemke und Hubert Hepfer von der Hirsch-Brauerei Honer zu berichten, die sich im Unternehmergespräch den Fragen Reinhard Prügels, Michael Meiers und des Publikums stellten. Hier klang im Dialog bereits an, worauf die weiteren Vorträge gezielt abhoben: dass Familienunternehmen nicht nur von der Tradition zehren dürfen, sondern sich weiterentwickeln und immer wieder neu erfinden müssen. In diese Richtung lenkte Michael Meier („Was Werte mit Familien unternehmen“) mit seinen Beispielen aus der Praxis den Weg, während Katja-Maria Prexl („Familie hat Zukunft“) die Notwendigkeit hervorhob, die Zukunft zu antizipieren, Trends zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren bzw. das Morgen aktiv zu gestalten.
Welche Rolle die Wahl der richtigen Kanäle zu den Kunden dabei spielt, veranschaulichte Axel Helbig von dem Düsseldorfer Kommunikationsdienstleister foryouandyourcustomers anhand innovativer Multichannel-Konzepte. Ana Jakić, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Marketing der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, zeigte hingegen, wie wichtig eine angemessene Social-Media-Strategie ist, wenn sich Familienunternehmen für diese Kanäle entscheiden. Für einen launigen, sehr humorvollen Ausklang sorgte Schindler Parent Beirat Joachim Strate mit seinen Erfahrungen aus der Zeit als Managing Director bei Ogilvy & Mather, Düsseldorf.
Die Veranstaltung lebte von dem regen Austausch aller Beteiligten, der sich in den Fragerunden im Anschluss der Vorträge und in den Pausen dazwischen bei Häppchen und Snacks ergab. Das anregende Ambiente des erst im letzten Jahr eröffneten ZF Campus trug das ihrige dazu bei. Wenig verwunderlich, dass viele der Anwesenden die Gelegenheit nutzten, um die Impulse direkt aufzugreifen und den Auftritt des eigenen Unternehmens zu hinterfragen.
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Datum: 12.05.2016 - 22:15 Uhr
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